Konzert in der Burg Holtzbrinck

„An Erminig“ präsentieren den guten Sound mieser Liebschaften

+
Die Gruppe „An Ermining“ bescherte ihrem Publikum in der Burg Holtzbrinck einen schönen Abend.

Altena - Zur Musik von „An Erminig“ kann man sich gut vorstellen, wie die Bewohner der keltisch geprägten Bretagne in luftigen Gewändern im Kreis tanzen. Barbara Gerdes sowie Andreas und Hans Martin Derow bestätigen, dass fast jedes ihrer Lieder im Repertoire eigentlich zum Tanz gedacht ist. Doch das trauten sich die Gäste in der Burg Holtzbrinck am Samstagabend nicht so recht. Bewegung kam trotzdem in die Stuhlreihen.

Nicht nur stilistisch sind die drei Musiker vielfältig unterwegs, sondern vor allem auch instrumental. Flöten, Tröte, Gitarren, Akkordeon, Violine und Harfe nahmen viel Raum ein auf der Bühne. Oft wurde auch mitten in in einer Melodie kurzerhand ein neues Instrument zur Hand genommen.

Die traditionelle Musik, so erklärte es die Gruppe, ist zum Teil erst in den 1970er Jahren aufgeschrieben worden. Insbesondere die keltisch geprägten Galicier zeigten sich knauserig und verweigerten es über Jahrzehnte, die Erzählungen, Sagen und Geschichten für Tonbandaufnahmen einzusingen. Zuvor waren sie einzig und allein durch gesangliche Überlieferung in der Region geblieben. „Wir sind froh, dass wir sie heute auch woanders bekannt machen können“, erklärte Barbara Gerdes.

In den bretonisch-keltischen Regionen prägen Klagelieder „schlecht verheirateter“ Frauen das traditionelle Liedgut. „An Erminig“ ist es gelungen, aus manch ursprünglich trauriger Ballade ein fröhlich-neckisches Tanzlied zu gestalten. Aufgegriffen werden die Geschichten historisch verbriefter Personen und Menschen aus den Legenden der Westspitze Europas.

Die Musiker boten ihren Zuhörern am Samstagabend in der Bürgerburg einen lockeren, -unterhaltsamen Hörgenuss, der mit viel Applaus belohnt wurde und deutlich mehr Publikum verdient gehabt hätte. Die Zuschauerzahl bewegte sich zum Bedauern des Kulturrings knapp unter der 20 PersonenGrenze.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.