Es geht um den Brandschutz

"Hier darf nichts stehen": Kontrolle unter Altenas Brücken

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Gefährlich: Wenn der Wohnwagen unter der Pott-Jos-Brücke Feuer fängt, bekommt die Brücke was ab.

Altena - Die Flächen unter Altenas Brücken werden kontrolliert. Dort darf nichts stehen, das im Fall eines Feuers die Brücke gefährdet. Es gibt spezielle Fälle in der Burgstadt.

Der Wohnwagen unter der Pott-Jost-Brücke geht gar nicht: „Da muss schnell etwas passieren“, meint Andreas Berg, Pressesprecher von Straßen.NRW. „Der darf da nicht stehen.“ 

Der Landesbetrieb beschäftigt sich seit einiger Zeit mit der Frage, was sich so tut unter den Brücken von Bundes- und Landesstraßen. 

Hintergrund sind zwei Vorfälle in Dormagen und Duisburg: 2012 kam bei einer Brandstiftung unter einer Brücke der Autobahn 57 bei Dormagen ein Mensch ums Leben, weil sich im dichten Rauch auf der Brücke eine Massenkarambolage ereignete. Das Bauwerk musste daraufhin abgerissen werden. 

Im April 2018brannte ein Fahrzeug unter einer Brücke der Autobahn 59 in Duisburg, die anschließend aufwendig saniert werden musste. Die Autobahnen gehören dem Bund, für die Unterhaltung ist Straßen.NRW zuständig. 

Dort ging jetzt ein Schreiben des Bundes mit der Aufforderung ein, sich darum zu kümmern, was sich unter den Autobahnbrücken so tut. Eine Anordnung, die vernünftig sei und die deshalb auch für die Brücken an Landesstraßen umgesetzt werde, erklärt Berg. „Damit müssen wir an allen Brücken handeln, für die wir zuständig sind. Das wird seine Zeit brauchen.“

Um wie viele Brücken es in Südwestfalen geht, ist nicht ganz klar. Fakt ist: Die Sache läuft. Unter der Rathausbrücke in Werdohl sind schon Parkplätze gesperrt worden. 

In Altena geht es um die Fritz-Berg- und die Pott-Jost-Brücke. An letzterer scheint die Lage auf den ersten Blick besonders prekär: Gerade mal 2,40 Meter Platz sind zwischen Parkplatz und Brückenkörper. 

Brennt ein Auto oder der seit Monaten dort abgestellte Wohnwagen, dann ist die Hitze ganz nah dran am Beton, der darunter leiden dürfte, wie die Vorfälle in Dorsten und Duisburg zeigen. Alles, was unter acht Meter liege, werde geprüft, sagt Berg.

Somit wird Straßen.NRW auch an der Fritz-Berg-Brücke nach dem Rechten sehen müssen, und zwar auf beiden Seiten. Rechts der Lenne liegen die Kundenparkplätze der Sparkasse unter der Brücke, die dort etwa 7,50 Meter hoch ist. 

Schwierige Situation: der Parkplatz unter der Fritz-Berg-Brücke gehört der Sparkasse.

Ein nicht ganz einfacher Fall, ahnt Berg: Die Flächen gehören der Sparkasse, sie nutzt sie seit Jahren in Einvernehmen mit Straßen.NRW. Es seien „Versäumnisse der Vergangenheit“, dass sich Bund und Land nicht auch den Grund unter den Brücken sicherten, als sie sie bauen ließen. Nicht nur private Parkplätze finden sich unter Brücken. Berg: „Es gibt auch Firmen, die nutzen diese Räume als überdachten Lagerplatz.“. 

Auf der anderen, also der Bahnhofsseite, stehen nicht nur Autos unter der Fritz-Berg-Brücke, sondern auch zwei Container mit Altkleidern. Das Lasermessgerät zeigt, dass die Brücke dort knapp 4,30 Meter hoch ist.

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