Kontaktsperre: So liefen die ersten tage in Altena

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Kontrollgang mit Stefan Wille und Markus Singelnstein vom Ordnungsamt im Park der Burg Holtzbrinck: Bei gutem Wetter sonst ein frequentierter Treffpunkt, gestern Nachmittag war es dort sehr ruhig.

Altena – Das Ordnungsamt ist oft unterwegs, um die Kontaktsperre zu kontrollieren, nicht nur im Stadtzentrum. Die Erfahrungen der ersten Tage.

Viele Bürger halten sich an die Kontaktsperre, die seit Sonntag gilt. Doch es gibt auch Unvernünftige. So musste die Polizei in der Nacht zum Mittwocham Tiergarten einschreiten

Deutlich entspannter ist die Situation in der Stadt. Beim Kontrollgang mit Stefan Wille und Markus Singelnstein vom Ordnungsamt zeigen sich die Altenaer von ihrer disziplinierten Seite. „Es ist ruhig. Erstaunlich. Es scheint, als hätten es alle begriffen“, sagt Wille und blickt mit der Nachmittagssonne die Lenneuferstraße entlang. 

Vereinzelt sind Passanten unterwegs, allein oder in Zweiergruppen – nichts zu beanstanden. Aber das mag eine Momentaufnahme sein.

Teure Schale Pommes

 „Wir werden in der nächsten Zeit auf jeden Fall auch mal länger unterwegs sein. Manche meinen ja, wir hätten um 16 Uhr Feierabend.“ Und auch am Wochenende werde man nach dem Rechten sehen. 

Die mit der Schutzverordnung verbundenen Bußgelder sind nicht ohne. So kann eine Schale Pommes ganz schön teuer werden, wenn der „Abstand zur bereitstellenden Gastronomie“, so heißt es in der Verordnung, nicht eingehalten wird: Für die 400-Euro-Strafzahlung bekäme man schon eine beachtliche Menge Pommes. 

In Dahle, Evingsen und auch auf dem Breitenhagen hat sich das Duo umgesehen, war in den Supermärkten und hat nach den Gaststätten gesehen – und vorschriftsmäßige Zustände vorgefunden. „Wir haben bisher auch noch keine mündliche Verwarnung ausgesprochen.“ 

Mitarbeiter auf Zeit im Einsatz

Aber die Situation sei, gerade mit Blick auf das Ausland, doch erschreckend. „Ich bin seit mehr als 30 Jahren dabei, aber so etwas hatten wir noch nicht“, sagt der Ordnungsamtsmitarbeiter mit Hinweis auf das heruntergefahrene öffentliche Leben. 

Ulrike Anweiler, der Leiterin des Ordnungsamtes, stehen für die Kontrolle jetzt ingesamt sechs Mitarbeiter zur Verfügung, es hat Verstärkung gegeben. Einer der „Neuen auf Zeit“ ist Markus Singelnstein, der eigentlich im Rettungsdienst tätig ist. 

Im Außendienst wird man also dranbleiben, aber auch der Innendienst ist dieser Tage nicht ohne. Ulrike Anweiler: „Neben dem normalen Tagesgeschäft erhalten wir täglich bis zu 50 Anrufe, bei denen es um Fragen zu Corona geht. Meistens drehen sich diese um die Details der Kontaktverbot."

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