Konjunktur in Altena boomt und boomt

ALTENA – Die Konjunktur an der Lenne boomt. Handwerk und Industrie freuen sich über volle Auftragsbücher. Das ist das Fazit einer Umfrage unserer Zeitung über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung. Besonders erfreulich: Viele Unternehmen stellten zusätzliche Kräfte ein, andere werden ihre Auszubildenden übernehmen oder gaben außerplanmäßig jungen Leute eine Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung.

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein hatte erst kürzlich die Unternehmerschaft am Ort ausdrücklich gelobt und ihr für ihre Standhaftigkeit in der Krise gedankt. Jetzt zahlt sich offenbar aus, dass viele Firmenchefs in ihre „private Schatulle“ griffen, um eine gewisse Durststrecke zu überbrücken.

Beim Bauunternehmen Schönherr–Frank Bernsau wurde ein neuer Maurer eingestellt, „wir verzeichnen einen regen Anzug im Privat- und im Firmengeschäft“, sagte Heike Bernsau. „Es läuft richtig gut.“

Holger Falz von Max W. Claas aus der Rahmede stößt ins gleiche Horn: „Wir sind sehr zufrieden und müssen uns weniger um Neuaufträge bemühen, die kommen von allein.“ Erst letztes Jahr stellte die Firma, die vor einer Komplettverlagerung an die Rahmedestraße 375 steht, vier neue Azubis ein. „Alle werden auch übernommen. Das sorgt für Kontinuität und der eigene Nachwuchs weiß, was die Firma will.“ Mitte 2012 sollte die Verlagerung abgeschlossen sein, so Falz.

Schreinermeister Jochen Frank aus Dahle beurteilt die Lage als „hervorragend.“ Selbst die sonst eher umsatzschwachen Wintermonate „sind toll gelaufen. Wir hatten alle Hände voll zu tun.“ Frank erledigte Renovierungsarbeiten und war im Wärmeschutz tätig. „Viele haben sich neue Fenster und Türen einsetzen lassen.“ Erst im letzten Jahr stellte der Meister zwei neue „Stifte“ ein, die gut eingeschlagen seien. Britta Hölper von Möhling: „Wir sind sehr zufrieden und gut ausgelastet.“ Das Traditionsunternehmen stellte 30 neue Mitarbeiter ein – das ist ein Mitarbeiterplus von zehn Prozent. Die Diplomkauffrau führt die Belebung besonders auf die boomende Automobil- und Fensterindustrie zurück.

Nedschroef Altena erweiterte seine Belegschaft um fast ein Dutzend Personen, wie Heiko Utsch bestätigte. „Es boomt ohne Ende.“ Der Kleinschrauben-, Kaltformteile- und Automobilzuliefererbetrieb partizipiert auch von den steigenden Absatzzahlen dieser Branche. „Uns kommt der asiatische Raum entgegen. Hier läuft es optimal.“

vonJohannes Bonnekoh

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