Kommunalwahl wirft Schatten voraus

ALTENA - Das wird ein langer Abend: Am 25. Mai 2014 ist nicht nur Europawahl. Auch über den Kreistag, den Landrat, den Stadtrat und womöglich auch den Altenaer Bürgermeister stimmen die Wähler an jenem Tage ab. Außerdem steht wahrscheinlich ein Bürgerentscheid über die Zukunft der Grundschulen an.

Fünf oder sechs Kreuzchen müssen die Wähler also machen – damit das gelingen kann, laufen jetzt die Vorbereitungen innerhalb der Parteien an. Auf lokaler Ebene gilt es, sich für die Kommunalwahl, also die des Rates, zu wappnen. Wie berichtet, hat die soziale und demokratische Alternative zeitlich die Nase vorn: Sie braucht Kandidaten und hatte deshalb politisch interessierte Altenaer zu einem Gespräch eingeladen. Bei den Grünen wird es kommende Woche ernst: Sie laden jedermann für Mittwoch, 27. November, zum Grünkohlessen bei Dr. Rita Rüth (Europaring 39) ein. Hintergrund ist eine landesweite Kampagne der Partei, die eine möglichst breite Beteiligung aller Bürger an der programmatischen Arbeit zum Ziel hat. „Wir wollen alle Altenaer direkt einbinden und versprechen, dass wir alle Vorschläge und Ideen, die bei uns eingehen, diskutieren werden und nach Möglichkeit in unser Programm einfließen lassen“, erklärte dazu Oliver Held, Sprecher des Ortsvereins der Grünen.

Wer an der Auftaktveranstaltung dieses Prozesses teilnehmen will, wird um Anmeldung unter gruenes-update-altena-2014@t-online.de gebeten. An diese Adresse kann auch jeder seine Ideen für das grüne Wahlprogramm mailen.

Die Linken sind sicher, dass sie für alle 16 Wahlkreise in der Stadt Altena Kandidaten finden werden. Sie planen für Januar eine Mitgliederversammlung, bei der die Bewerber und deren Reihenfolge auf der Reserveliste festgelegt werden sollen.

Mit inhaltlichen Positionen zur Kommunalpolitik beschäftigte sich bereits eine Klausurtagung. Weitere Treffen folgten in Kürze, kündigte Jörg Kempfer, der Linken-Vorsitzende in Altena, auf Anfrage an.

Bei der SPD laufen die Wahlvorbereitungen noch hinter den Kulissen: Natürlich gebe es Überlegungen, wer als Kandidat geeignet sei, sagte der neue Parteivorsitzende Lutz Vormann gestern. Damit und mit dem Zeitplan werde sich der Vorstand in seiner nächsten Sitzung beschäftigen. Was das Wahlprogramm angeht, setzt Vormann auf Arbeitsgruppen, die sich mit den verschiedenen Politikfeldern befassen sollen. Eine Gruppe „Redaktion“ soll die dort entwickelten Positionen letztendlich zu einem Wahlprogramm zusammenfassen. Vormann stellt sich vor, dass das im Januar verabschiedet wird und die Mitgliederversammlung dann auch die Kandidaten nominiert.

Ganz ähnlich ist der Zeitplan bei der FDP, die „natürlich“ wieder zur Kommunalwahl antritt, wie Ortsvorsitzender Bernhard Diel gestern betonte. Er berichtete, dass die Suche nach Kandidaten angelaufen sei, man aber noch nicht für jeden Wahlbezirk jemanden gefunden habe. „Ich bin aber zuversichtlich“, sagte er.

Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Christel Voßbeck-Kayser teilte über ihr Abgeordnetenbüro mit, dass am Wochenende CDU-Stadtverband und -Fraktion zur Klausurtagung zusammenkommen. Dort würden der grobe Fahrplan für die Kommunalwahl 2014 sowie damit verbundene Details besprochen.

von Thomas Bender

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