Kemmerling wollte Bürgermeister-Kandidat der SPD werden 

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Reiner Kemmerling (stehend) brachte sich als Bürgermeister-Kandidat ins Spiel.

Altena - Nach internem Streit trat Reiner Kemmerling aus der SPD aus. Er hatte Ambitionen, Bürgermeister-Kandidat zu werden.

Das Ex-SPD-Mitglied Reiner Kemmerling meldet sich mit einem Statement zu einem Kurzinterview im AK zu Wort, in dem sich der neue SPD-Vorsitzende Thorsten Janson auch zu einer möglichen Zusammenarbeit mit dem parteilosen Bürgermeisterkandidaten Volker Spitz äußerte

Gespräche mit diesem hätten schon Anfang des Jahres geführt werden sollen, seien damals aber „von einem ehemaligen Genossen mit eigenen Ambitionen auf das Amt des Bürgermeisters gehemmt“ worden, sagte Janson  - und meinte damit Kemmerling.

Das sei so nicht richtig, kontert dieser nun in seinem Statement. Janson habe tatsächlich Ende 2019 der Fraktion vorgeschlagen, das Gespräch mit Spitz zu suchen. Dazu sei diese grundsätzlich auch bereit gewesen, allerdings sei zu diesem Zeitpunkt Lutz Vormann der vom Ortsvereinsvorstand einstimmig nominierte Bürgermeisterkandidat der SPD gewesen.

Spitz "war kein Thema mehr"

Kemmerling verweist darauf, dass Janson zum Jahreswechsel sämtliche Ämter in der SPD niederlegte und sein Ratsmandat zur Verfügung stellte. „Er war seitdem an keinen Entscheidungen der SPD Altena beteiligt“, heißt es in einem Schreiben des Kommunalpolitikers, der im Mai aus der SPD austrat und jetzt versucht, in Altena einen Ortsverein der Partei „Die Linke“ ins Leben zu rufen. 

Innerhalb der SPD hätten sich Gespräche mit Spitz in dem Moment erledigt gehabt, als der Anfang 2020 seinen Hut als parteiloser Bürgermeister in den Ring geworfen habe, schreibt Kemmerling weiter. „Volker Spitz war seit dem 8. Januar kein Thema mehr in der SPD Altena, und somit ist die Aussage von Thorsten Janson definitiv falsch.“ 

Vorstand lehnt Kemmerlings Kandidatur ab

Richtig sei vielmehr, dass der SPD-Ortsverein Ende Januar mitgeteilt habe, dass Lutz Vormann nicht mehr als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stehe und dass die SPD deshalb darauf verzichte, einen anderen Kandidaten aufzustellen. 

Der Unterbezirk und einige SPD-Mitglieder hätten in der Folge darauf gedrungen, doch Gespräche mit potenziellen Kandidaten zu führen, schildert Kemmerling. Die Entscheidungen des Ortsvereinsvorstandes seien aber „mehrheitlich negativ“ ausgefallen. 

Im März habe er sich schließlich selbst als Kandidat ins Spiel gebracht, auch das sei aber abgelehnt worden. Kemmerling betont, dass er keinerlei Vorbehalte gegen Spitz hegt. Vielmehr habe er in den vergangenen Tagen „fruchtbare Gespräche“ mit dem parteilosen Bürgermeisterkandidaten geführt.

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