Hollstein triumphiert - aber: CDU verliert absolute Mehrheit

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So sehen Sieger aus: Überglücklich schloss Dr. Andreas Hollstein als klarer Gewinner der Bürgermeisterwahl seine Lebensgefährtin Claudia Schmitz in den Arm.

Altena - Mit einem klaren Erfolg für Dr. Andreas Hollstein endete die Kommunalwahl in Altena. Er wurde mit 69,8 Prozent im Bürgermeisteramt bestätigt und holte damit ein noch besseres Ergebnis als 2009.

Neben ihm fühlten sich die Grünen als Gewinner der Kommunalwahl. Grund: Sie konnten ihr Ergebnis auf 11,3 Prozent steigern. Damit kommen sie auf vier Sitze, bisher waren es drei.

Alle Ergebnisse wurden am Sonntagabend von Wahlleiter Stefan Kemper „unter Vorbehalt“ mitgeteilt – der Wahlausschuss wird sich in den nächsten Tagen mit der Frage beschäftigen müssen, ob die Wahl im Wahlbezirk drei (Gemeindehaus Mühlendorf) wiederholt werden muss. Grund: Dort tauchte eine größere Anzahl falscher Stimmzettel auf, die Panne wurde erst bei der Auszählung entdeckt.

Weniger zufrieden als die Grünen konnten die anderen fünf Parteien sein. Die CDU verlor 2,9 Prozent und büßte ein Ratsmandat ein. Damit hat sie im Rat mit 15 Sitzen keine absolute Mehrheit mehr. Erdrutschartig verlor die FDP, ihre 2,1 Prozent reichen gerade einmal für ein Ratsmandat. Auch Ulrich Biroth von der SDA sitzt demnächst als Einzelkämpfer im Rat. 4,72 Prozent der Wähler machten ihr Kreuzchen bei den Linken, die damit zwei Ratsmandate bekommen.

Durchwachsen ist die Reaktion bei der SPD: Sie konnte ihr Ergebnis zwar um zwei Prozent steigern, kam aber trotzdem wie bei der letzten Kommunalwahl nur auf neun Sitze. Nur einen davon holte sie direkt: In Evingsen hatte Thorsten Schmitz gegen Paul Ricker die Nase vorn, ausschlaggebend dürfte die Debatte um die Grundschule gewesen sein. Reiner Kemmerling, 2009 am Breitenhagen und am Drescheider Berg erfolgreich, musste sich gegen den CDU-Bewerber Christian Klimpel geschlagen geben.

Nicht zufrieden war mit seinem Ergebnis der SPD-Bürgermeisterkandidat Christian Gosch, der mit 30,2 Prozent ein noch schlechteres Ergebnis einfuhr als 2009. Trotzdem werde er – wenn gewünscht – weiter in der SPD Altena mitarbeiten und 2020 auch wieder als Bürgermeisterkandidat antreten, sagte er am Abend.

Ein Blick auf das Ergebnis der Europawahl zeigt, dass die Altenaer durchaus unterscheiden konnten, wofür sie ihr Kreuzchen machten: Gab es bei der Kommunalwahl erhebliche Unterschiede zwischen CDU und SPD, so lagen die beiden Parteien bei der Europawahl gerade mal einen Prozentpunkt auseinander.

Von Thomas Bender

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