Kommunalwahl in Altena: Viele überraschende Ergebnisse

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Umarmungen, Beifall und immer wieder Jubel: Die CDU-Mitglieder und ihr neuer Bürgermeister Uwe Kober hatten am Wahlabend viele Gründe zur Freude. So holte Helmar Roder in Dahle 76 Prozent, Sonja Reckschmidt im Wahlbezirk Sauerlandhalle 60,6 Prozent der Stimmen.

Überraschende Wahlergebnisse gab es an einigen Stellen in Altena. Ein Überblick.

Altena – Gejubelt wurde viel am Sonntagabend im großen Saal des Lennesteins. Dort verfolgte die CDU die Auszählung der Stimmzettel. 

Besonders laut war der Applaus, als das Ergebnis aus dem Wahlbezirk zwei (Sauerlandhalle) einlief. Dort holte Sonja Reckschmidt 60,6 Prozent. 

Sogar frenetisch wurde dann der Jubel, als das Ergebnis aus dem Wahllokal Grundschule Dahle bekannt gegeben wurde. Dort holte CDU-Kandidat Helmar Roder 76 Prozent der Stimmen – wie schon 2014 ein gewaltiger Vertrauensbeweis für den Ortsvorsteher. 

Kommunalwahl in Altena: Vernichtendes SPD-Ergebnis in Dahle

So fielen die ersten Reaktionen am Wahlabend in Altena aus.

Platz zwei geht an die Grünen, allerdings waren 10,5 Prozent für Cornelia Langenbruch im Vergleich zum grünen Stadtergebnis von 17,6 Prozent eher unterdurchschnittlich. 

Vernichtend fiel in diesem Dahler Stimmbezirk das Ergebnis für SPD-Bewerber Helmut Göß aus: nur 8,5 Prozent. Dahle war nicht der einzige Wahlbezirk, in dem die Grünen vor der SPD lagen. Das war auch im Gemeindezenrum Mühlendorf, in den beiden Innenstadt-Stimmbezirken, auf dem Nettenscheid und am Breitenhagen so. 

Kommunalwahl in Altena: Lutz Vormann (SPD) nicht im Rat

Signifikanter Unterschied all dieser Stimmbezirke zu Dahle: Es gab dort keine haushohen Gewinner, sondern beinahe schon Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Grünen. So wählten im Mühlendorf fast 30 Prozent der Wähler grün, die CDU kam auf 37,6 Prozent. 

Im Wahlbezirk 12 (Burg Holtzbrinck) holte Caroline Anlauf 35,1 Prozent für die CDU, Matthias Rüth (Grüne) kam auf 25 Prozent, und 23,6 Prozent wählten Lutz Vormann. Der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende stand auf Platz acht der SPD-Reserveliste und gehört dem Rat damit nicht mehr an. 

Wenigstens ein Sozialdemokrat durfte sich am Wahlabend freuen: Thomas Schmitz holte im Wahlbezirk neun (Grundschule Evingsen) mit 41,9 Prozent das einzige Direktmandat für die SPD und wurde damit auch für seine gute Arbeit als Ortsvorsteher belohnt. 

Kommunalwahl in Altena: Rote Hochburg Evingsen

Der zweite Stimmbezirk im Dorf ging zwar an Andreas Schmale (CDU), insgesamt liegt die SPD aber in Evingsen vorne und dürfte damit auch künftig den Ortsvorsteher stellen. 

Auch bei den kleineren Parteien und Gruppierungen gab es Ergebnisse, die aus dem Rahmen fallen: Zum Beispiel die fast 16 Prozent, die Reiner Kemmerling in der Schule am Drescheider Berg für die Linken holte und die 17,3 Prozent, mit denen sich SDA-Chef Ulrich Biroth auf dem Nettenscheid nach CDU und Grünen auf Platz drei schob. 

Kommunalwahl in Altena: Biroth (SDA) räumt am Nettenscheid ab

Das beste FDP-Ergebnis erzielt Matthias Klinke im Wahlbezirk acht (Grundschule Evingsen). 

Zur Bürgermeisterwahl: Dass es Uwe Kober (CDU) werden würde, stand schnell fest. Er holte in fast allen Wahlbezirken über 50 Prozent. 

Nur auf dem Nettenscheid, in der Burg Holtzbrinck und in der Rahmede scheiterte er an dieser Marke, wobei im letztgenannten Stimmbezirk Katharina Hübenthal von den Grünen ihr bestes Ergebnis einfuhr. 

Volker Spitz (parteilos) holte am Breitenhagen mit 17,7 Prozent sein bestes Ergebnis, mit 9,9 Prozent war Frank Herbel (parteilos) am Nettenscheid besonders stark.

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