Wahlergebnis

Kommunalwahl in Altena: Der Tag danach - das sind die Reaktionen

Stimmabgabe im Wahllokal Mühlendorf
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Altena hat gewählt. Das sagen die Parteien ...

Altena hat gewählt - und die großen Gewinner sind Uwe Kober und die Grünen. Der CDU-Kandidat wurde mit 55,5 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt, die Grünen konnten die Zahl ihrer Ratsmandate auf sechs erhöhen und sind damit fast so stark wie die SPD, die deutliche Verluste hinnehmen musste. Hier sind die Reaktionen auf das Wahlergebnis:

Altena – „Mir ist ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen.“ Mit diesen Worten reagierte Uwe Kober auf seinen Wahlsieg. Er sei „natürlich glücklich“ und freue sich über die vielen Glückwünsche, die ihn erreicht hätten. Heute hat er Urlaub, er will seinen Wahlerfolg sacken lassen. Natürlich bringe das neue Amt viel Verantwortung mit sich, weiß er. Er sei aber zuversichtlich, auch wegen des Rückhalts durch seine Parteifreunde. „Das ist eine richtig tolle Truppe“, lobt er. Der Wahlkampf sei „der schönste gewesen, den ich bisher erlebt habe“.

Für den CDU-Stadtverband sprach dessen Vorstandsmitglied Helmar Roder. Er hätte mit einer Stichwahl gerechnet, sagte er. Das Wahlergebnis spiegele auch wider, dass die Bürger mit der Arbeit der CDU zufrieden gewesen seien. Sicher habe die Union prozentual etwas eingebüßt – „aber die CDU hat weiterhin 15 Sitze im Altenaer Rat. Da da kann man ja nicht meckern.“

Grüne: „Das ist ein Superergebnis“

Riesenfreude natürlich bei den Grünen: „Das ist ein Superergebnis. Es zeigt, dass grüne Themen auch auf kommunaler Ebene eine große Rolle spielen“, sagte die Ortsvereinsvorsitzende Judith Köster, für die das gute Abschneiden der grünen Bürgermeisterkandidatin auch ein Zeichen dafür ist, dass es unter den Bürgern einen großen Veränderungswillen gibt.

„Ich bin angetreten, um Bürgermeisterin zu werden“, sagte die grüne Spitzenkandidatin Katharina Hübenthal auf die Frage, ob sie mit ihrem Abschneiden zufrieden sei. „Aus dem Stand“ habe sie nicht nur ein gutes Ergebnis geholt, sondern im Wahlkampf auch gespürt, dass es in Altena viele Menschen mit Gestaltungswillen gebe. Sie freue sich auf die Arbeit im Rat.

SPD: Ergebnis ist in Ordnung

SPD-Vorsitzender Thorsten Janson zeigte sich nicht unzufrieden. „In Anbetracht der Tatsache, dass wir keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten gestellt haben, ist das Ergebnis unter dem Strich in Ordnung.“ Er habe erwartet, dass der Stimmenanteil der Sozialdemokraten um etwa fünf Prozent sinken werde. „So gesehen haben wir das Beste daraus gemacht.“ Die Stimmung im Team sei sehr gut gewesen. Lob hatte Janson für Thomas Schmitz parat, der „einen richtig guten Job gemacht hat“. Schmitz zieht als einziger SPD-Kandidat direkt in den Rat ein, die übrigen Sitze werden über die Reserveliste vergeben.

So mancher hatte Volker Spitz (parteilos) eine Stichwahl zugetraut. Letztlich landete der parteilose Bürgermeisterkandidat mit 14,39% auf Platz drei – und nennt dieses Ergebnis „einen Achtungserfolg. Für einen Einzelkämpfer sind knapp 15 Prozent beachtlich“, meint er. Allerdings hatte er auch gehofft, „dass die Altenaer eine andere Bewegungsrichtung einschlagen wollen“. Die deutliche Mehrheit für Uwe Kober zeige aber, „dass es so weiterlaufen soll wie bisher. Das erkenne ich an.“

Herbel nimmt die Niederlage sportlich

Der parteilose Bürgermeister-Kandidat Frank Herbel, der mit 6,26 Prozent der Wählerstimmen deutlich abgeschlagen auf dem letzten Platz landete, nahm es sportlich. Er habe im März zwar noch mit etwa zehn Prozent gerechnet, „aber ich habe ja auch nie solche Werbung gemacht wie die Kandidaten der Parteien“.

Etwas enttäuscht zeigte sich Bernhard Diel (FDP). „Sehr schade, zwischenzeitlich sah es mal so aus, als ob wir zwei Sitze holen könnten“. Doch letztlich reichte es für die FDP mit 4,6 Prozent der Stimmen nur für einen Sitz, Diel bleibt Einzelkämpfer. Als Fraktion „kann man natürlich deutlich mehr erreichen“.

SDA: Minimalziel erreicht

Das Abschneiden seiner Partei mochte Ulrich Biroth von der Sozialen und demokratischen Alternative (SDA) gestern noch nicht abschließend bewerten. „Ich möchte da noch eine Nacht drüber schlafen“, sagte Biroth. Immerhin sei aber das „Minimalziel“ erreicht worden, denn die Wählergemeinschaft sei mit einer Stärke in den neuen Rat eingezogen, der ihr einen Fraktionsstatus gibt. Biroth selbst hat mit 17,2 Prozent ein herausragendes Ergebnis auf dem Nettenscheid eingefahren. „Damit bin ich natürlich sehr zufrieden, aber leider hat es nicht überall so gut geklappt“, bilanziert Ulrich Biroth den Wahlabend.

Christian Kißler von den Linken bedauerte, dass es nicht ganz für ein zweites Ratsmandat gereicht hat und seine Partei damit keinen Fraktionsstatus genießt. „Wir hatten uns mehr erhofft“, sagte er. „Ich werde jetzt sehen, was man mit anderen gemeinsam machen kann.“

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