Schwarzenstein

Kommunalpolitik begrüßt den Ankauf von Schwarzenstein und Bierbach

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Blick von oben auf den Schwarzenstein: Die rot markierten Flächen fallen zum Jahreswechsel an die Stadt. Sprecher aller drei Ratsfraktionen begrüßten im Gespräch mit dem AK, dass sie die Brache gekauft hat.

Altena - „Ich habe an einen Aprilscherz geglaubt“ – ungläubiges Staunen löste bei vielen Altenaern die Nachricht vom Ankauf der Industriebrachen Schwarzenstein und Bierbach durch die Stadt aus. Der Kauf durch die Stadt ist das Gesprächsthema in der Stadt.

Wie berichtet,übernimmt die Stadt rund 40.000 Quadratmeter Grundstück und dutzende meist baufälliger Gebäude für einen Euro vom Verwalter des Itani-Nachlasses. 

Gut so, meinen viele Altenaer – in sozialen Netzwerken und persönlichen Gesprächen wird seit einer Woche über dieses Thema viel geredet. Die Bürger erwarten, dass die beiden Schandflecken in absehbarer Zeit verschwinden. Anfangs sei er wegen der zu erwartenden hohen Ausgaben für die Abrisse skeptisch gewesen, sagte gestern Uwe Kober, der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion. 

Trotzdem gab die wie auch die beiden anderen Ratsfraktionen der Verwaltung schon vor Monaten grünes Licht für die Verhandlungen. Mittlerweile sehe er die Entwicklung „grundsätzlich positiv“, weil die Stadt mit dem Ankauf endlich eine Handhabe habe, etwas zu verändern. Beruhigend sei es, dass der Kreis mitgeteilt habe, dass er derzeit keine Hinweise auf größere Altlasten im Schwarzenstein-Komplex habe, sagte Kober. 

Kein Weg führte am Kauf durch die Stadt vorbei

Er geht zwar einerseits davon aus, dass die Entwicklung des Gebietes lange dauern wird. Andererseits hofft er: „In zehn Jahren sieht es da schon anders aus“. Am Ankauf durch die Stadt habe kein Weg vorbei geführt, sagte Lutz Vormann (SPD): „Dafür einen Investor zu bekommen, ist ja wohl illusorisch“. Der Fraktionsvorsitzende erinnerte auch daran, dass die Stadt in der Vergangenheit schon mehrfach tätig werden musste, um Gefahren zu beseitigen. 

Er hoffe jetzt, dass die Frage einer Bezuschussung sich zügig regeln lasse. Nur mit der Hilfe von Bund und Land könne die Stadt die Mammutaufgabe stemmen. „Natürlich ist es schrecklich, wenn Leute ihre Immobilien so verkommen lassen“, sagte Oliver Held von den Grünen. Der Schwarzenstein sei den Menschen in Altena seit vielen Jahren ein Dorn im Auge. 

Brache Schwarzenstein von oben: Spektakuläre Fotos einer Drohne

Deswegen sei es richtig, die sich bietende Entwicklungschance zu ergreifen. „Behutsam und mit Bedacht“ müsse jetzt der weitere Umgang mit den Flächen geplant werden. Bezüglich der Kosten gab Held zu bedenken, dass sich die Grundstücke nach der Sanierung womöglich wieder vermarkten ließen.

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