Es kommen mehr Asylbewerber

ALTENA -   Vor allem die angespannte Lage in Syrien und Zuwanderungen aus Tschetschenien sorgen zur Zeit deutschlandweit für einen Anstieg der Asylbewerberzahlen – im Vergleich zum Vorjahr werden sie sich nach Ansicht von Experten 2013 womöglich verdoppeln und dann bei über 100 000 liegen.

Diese Entwicklung geht auch an Altena nicht spurlos vorbei. „Jede Woche kommt ein neuer“, berichtet Wolfgang Friess, der im Rathaus für die Bereiche Jugend und Soziales zuständig ist.

„Das klingt nicht viel“, sagte Friess, um dann vorzurechnen, dass ein Anhalten dieser Entwicklung dazu führe, dass sich die Zahl der von Altena zu betreuenden Flüchtlinge innerhalb eines Jahres verdreifachen würde. Zurzeit leben nämlich in der Asylbewerberunterkunft in der Heimecke nur 25 Menschen.

„Wenn das so weitergeht, fehlt uns dort Platz“, sagte Friess mit Blick auf die erst im vergangenen Jahr in Betrieb gegangene Unterkunft. Deshalb hat er sich bereits nach Alternativen umgesehen und sowohl bei der Baugesellschaft als auch beim städtischen Immobilienmanagement angefragt, ob bei Bedarf weiterer Wohnraum für die Flüchtlinge bereitgestellt werden kann. „Es sieht gut aus“, meldete der Fachbereichsleiter nach entsprechenden Gesprächen.

Vor diesem Hintergrund ist es fraglich, ob die Stadt 2013 mit den im Haushalt veranschlagten Mitteln zur Unterstützung der Asylbewerber auskommt. 168000 Euro stehen im Etat, hinzu kommen die Kosten für die Unterkunft und – vor allem – für die medizinische Betreuung. Sämtliche Behandlungskosten trägt die Stadt, eingeplant sind 56000 Euro. Damit summieren sich die Ausgaben im Etat auf gut 200 000 Euro. Die pauschale Kostenerstattung des Landes deckt davon nur rund 25 Prozent ab, - ben.-

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa

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