Schützenhilfe vom Ruhrbischof

Kolpingsfamilie und Pfarrei St. Matthäus planen Podiumsdiskussion zur Europawahl

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Leitet die Podiumsdiskussion und war auch der Hauptorganisator: Stefan Kemper, Chef der Kolpingsfamilie Altena.

Altena - Die etablierten Parteien in der Burgstadt tun sich in Sachen Europawahl schwer. Es gibt keine nennenswerte Veranstaltung für den interessierten Bürger. Da setzen jetzt die Kolpingsfamilie Altena und die Gemeinde St. Matthäus an. Gemeinsam richten sie am Mittwoch, 15. Mai, 19 Uhr, eine Podiumsdiskussion im Pfarrheim aus.

Beide folgen damit einer Tradition, denn auch zu Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahlen hat Kolping stets für eine anregende Diskussion gesorgt und dem Bürger eine persönliche Meinungsbildung vor dem Urnengang ermöglicht. Stefan Kemper, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, und der Journalist Christof Hüls werden den Abend moderieren.

Zwei Moderatoren wollen Politiker befragen

Noch ist aber nicht klar, wer auf dem Podium Platz nehmen wird. Angefragt haben die Organisatoren aber bei allen Parteien und man ist durchaus guter Hoffnung, vielleicht sogar die südwestfälischen Spitzenkandidaten der großen Parteien an die Lenne zu holen. 

Der Sozialverband Kolping hat zur anstehenden Europawahl für seine Mitglieder eine Broschüre und für die Vorstände eine sogenannte Handreichung herausgegeben. Auf vielen Seiten ist das Für und Wider Europas dezidiert beschrieben, kommen ehemalige und amtierende Abgeordnete zu Wort. Wichtig ist aber, was schon im Geleitwort steht, nämlich:

„Vom 23. bis 26. Mai 2019 sind die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union dazu aufgerufen, ihre Stimme für ein neues Europäisches Parlament abzugeben. Die Europawahlen 2019 sind eine Schicksalswahl, da nichts Geringeres auf dem Spiel steht als die Zukunft der europäischen Werte- und Solidargemeinschaft“, so das Kolpingwerk.

Deutliche Worte von Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck.

Schützenhilfe bekommt Kolping von Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck, der gleichzeitig auch Europabischof ist. Er schreibt in einem Grußwort unter anderem: „(...) Auch ich kann nur bestätigend ergänzen: Auch mir macht die weitverbreitete Zustimmung zu Parteien, die häufig ganz offen die europäische Idee selbst infrage stellen, große Sorgen. Insbesondere an den politischen Rändern profitieren die Gegner Europas von vielen sozialen Zukunftsängsten der Menschen und von einer um sich greifenden Europamüdigkeit. Die Antwortversuche der EU auf die Krisen der letzten Dekade waren kein Ausdruck von Geschlossenheit.“ 

Man müsse rechtsextremen, nationalistischen Parolen entgegentreten und die funktionierende Demokratie stärken, sagt er weiter. 

Kolpingvorsitzender Stefan Kemper hofft auf ein „gut gefülltes Haus“ und verspricht, allen Kandidaten in gewohnt kritischer Form mit seinem Mitmoderator Christof Hüls an diesem Abend „auf den Zahn zu fühlen.“

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