Erinnerung wachhalten

Kohlbergfeier des SGV: Sanierung des Ehrenmals wird notwendig

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Die Wimpelträger zahlreicher SGV-Abteilungen haben am Ehrenmal Aufstellung genommen. Seit 1938 findet hier ein jährliches Totengedenken statt.

Altena - Bei der Kohlbergfeier des SGV haben am Sonntag SGV-Präsident Dr. Andreas Hollstein und Landrat Thomas Gemke an die Bedeutung des Traditionstreffens erinnert. „Der SGV und seine Mitglieder leben immer auch unser christliches Wertefundament und das Bekenntnis zu unserer sauerländischen Heimat mit ihren vielen guten Sitten und Gebräuchen“, lobte Gemke.

Das Treffen am Ehrenmal dient zum Gedenken an die Verstorbenen des Vereins und zur Kranzniederlegung. In diesem Zusammenhang griff Landrat Gemke ein Zitat des Philosophen Immanuel Kant auf: „Wer im Gedächtnis seine Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Tot ist nur, wer vergessen wird.“ 

Menschen, die man gerne an seiner Seite hatte, vergesse man nicht. In Zeiten einer sich verändernden politischen Landschaft sehnten sich immer mehr Menschen „nach festen Werten, an denen sie sich orientieren und an denen sie festhalten können.“ 

Zu diesen Werten zählten auch die Besinnung auf die eigene Herkunft, auf eigene Wurzeln und Traditionen. „All dies kann man mit dem Wort Heimat zusammenfassen“, so Gemke. Der Landrat verwies aber auch auf ein neues Plakat des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge, das viele Soldatengräber zeige. Nur zwei Worte seien hinzugefügt: Darum Europa. „Besser kann man die Notwendigkeit nicht zusammenfassen.“

Dr. Hollstein kündigte an, dass sich der Hauptverein bei der nächsten Mitgliederversammlung speziell auch mit dem Thema Ehrenmal befassen werde. Das 1938 errichtete Bauwerk zeigt mittlerweile einige Schwächen in der Bausubstanz – Mauerwerk und Fugen – und muss saniert werden.

Es gab auch einen Wermutstropfen: Das diesjährige Kohlbergtreffen wurde durch starken Regen beeinträchtigt. Zwar gebe es grundsätzlich kein schlechtes Wetter, sondern nur falsch gewählte Bekleidung, doch setzte nach leichtem Sprühregen pünktlich zum Beginn der Veranstaltung ein derber Schauer ein, der bis zum Ende nicht nachlassen wollte.

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