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Windräder dürfen vorerst nur nachts laufen

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Von: Thomas Bender

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Kran für Bau Windrad
Der Bau der Windäder auf dem Kohlberg kann weitergehen. © © Andreas Rother

Dr. Frank Hoffmann, Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Bau der sechs Windräder auf dem Kohlberg, ist enttäuscht über die Aufhebung des vor knapp einem Jahr verhängten Baustopps. Wie berichtet, hat das Oberverwaltungsgericht in Münster das unter anderem mit den privaten Interressen der SL Windenergie begründet.

Altena – Es handelt sich um einen Beschluss, nicht um ein Urteil – nach Mitteilung des Gerichts ist das Hauptsacheverfahren noch völlig offen. Er könne sich allerdings kaum vorstellen, dass jetzt weitergebaut werden darf und die Genehmigung später doch versagt werde, sagte Hoffmann. Die Bürgerinitiative werde gemeinsam mit der als offizieller Klägerin auftretenden Landesarbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt überlegen müssen, ob die Klage angesichts dieser offensichtlichen Vorentscheidung überhaupt weiter betrieben werden soll.

Hoffmann: Das rechnet sich nicht

Der SL Windenergie wirft Hoffmann „Taschenspielertricks“ vor. Grund: Am 1. April beantragte das Unternehmen eine gravierende Veränderung der Betriebserlaubnis. Aus Gründen des Vogelschutzes sollen die Anlagen zwischen dem 15. Februar und dem 31. Oktober nur noch nachts laufen. Es sei völlig klar und vom Investor auch schon angekündigt, dass man zum rund-um-die-Uhr-Betrieb zurückkehren wolle, sobald die juristische Auseinandersetzung um die Genehmigung beendet sei. Alles andere mache auch keinen Sinn, meint Hoffmann: Laufe er nur nachts, rechne sich der Windpark nicht.

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