Schützenfest in Altena

Antrag vor 2000 Schützen

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Der Hofstaat lief im Zug mit und zeigte so die prächtigen Kleider der Damen. 

Altena - Es gibt immer wieder was Neues auf dem Altenaer Schützenfest. So lange wie diesmal wurde selten geschossen, an so einen turbulenten Freitagabend im Festzelt konnte sich auch kaum jemand erinnern und dann gab es auch noch eine Marschfolge, die in letzter Minute noch einmal verändert wurde.

„Life Sensation war wirklich eine Sensation“, lobte Hauptmann Klaus Hesse vor den im Bungern versammelten Schützen mit hörbar angegriffener Stimme, bevor er den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes dankte – allein Schriftführer Frank Henkel schreibe im Vorfeld eines solchen Festes um die 1000 Briefe, verdeutlichte er den Elan seiner Mitstreiter.

Altenas Schützenvolk hat ein neues Königspaar

Königsparade der FWG Altena

 Die seit 589 Jahren bestehende Gesellschaft stehe auch für Konstanz, Verlässlichkeit und den Schutz von Werten, betonte Hesse. Deshalb lehne die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft jede Form von politischer, rassistischer und religiöser Gewalt entschieden ab. Es sei leider wahr, dass „Verrückte und Idioten“ überall unterwegs seien, auch in Altena. 

In diesem Zusammenhang wandte sich der Hauptmann an Bürgermeister Andreas Hollstein: Er hoffe, dass der und seine Familie die Folgen ds Messerangriffs möglichst rasch überwinden möge, sagte Hesse unter dem Applaus der Schützen. Nur drei Insignien fielen am Freitag – und doch dauerte die Ehrung der Preisschützen in diesem Jahr länger als sonst. Die Abzeichen für Jan Arne von der Crone (Krone) und Aaron Brattig (Apfel) waren schnell erledigt, bei Chris Makalla dauerte die Sache etwas länger.

 Der nutzte nämlich die Gunst der Stunde, seiner Freundin Daniela Liedtke vor 2000 Schützen einen Heiratsantrag zu machen. Sie sagte „Ja“, die Schützen jubelten – ganz besonders die des zweiten Zuges der Kompanie Mühlendorf, die auf die ein oder andere Runde im Festzelt hofften. Am Schützenfestfreitag gibt der Hauptmann traditionell die Mitgliederzahl der Gesellschaft bekannt: Sie liegt jetzt wieder bei über 2300, weil es seit Donnerstag wenigstens 60 Eintritte gab.

 Stärkste Kompanie ist mit 614 Mitgliedern die Freiheit, die Nette bildet mit knapp 300 Mitgliedern das Schlusslicht. Und dann kam der König. Andreas Opitz bezeichnete sich selbst als „Regenkönig“ . Ihm sei fast das Herz stehen geblieben, als der Vogel endlich gefallen sei.

 Was dann kam seien „Szenen wie in Hollywood“ gewesen, sagte er und blickte weit zurück ins Jahr 1973, als Eckhard Kittendorf König wurde. Das sei seine erste Erinnerung an Schützenfest in Altena, sagte Opitz. Damals schon sei in ihm der Wunsch aufgekommen, Mitglied der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft zu werden. Dicht gedrängt standen die Menschen in der gesamten Innenstadt, um an der Parade teilzuhaben.

 Besonders umjubelt waren natürlich Königspaar und Hofstaat, die auch in diesem Jahr am Markaner ihre Fahrzeuge verließen und zu Fuß durch die Stadt liefen, was wieder ganz hervorragend ankam, weil so die prächtigen Kleider der Frauen besser zur Geltung kamen. Der Vorbeimarsch erfolgte in diesem Jahr erstmals nicht am Knipping'schen Haus, sondern an der Burg Holtzbrinck. Den Plan, an der Pott-Jost-Brücke zu wenden, gaben die Verantwortlichen angesichts der großen Marschbeteiligung auf, gedreht wurde wie gehabt an der Steinernen Brücke.

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