Wechsel an der Spitze der Fraktion / Scholz tritt nach 23 Jahren nicht mehr an

Kober neuer CDU-Chef im Altenaer Rat

+
Die Stadtverbandsvorsitzende und die Spitze der CDU-Fraktion: Sonja Reckschmidt, Uwe Scholz, Christel Voßbeck-Kayser, Uwe Kober und Björn Uhr.

Altena - Die CDU-Fraktion hat sich am Montag personell neu aufgestellt. Nach 23 Jahren an der Spitze der Fraktion nimmt Uwe Scholz seinen Abschied. Nachfolger wird sein langjähriger Stellvertreter Uwe Kober.

In der CDU-Fraktion ist es üblich, dass in der Mitte der Legislaturperiode neu gewählt wird. Deshalb standen am Montag alle Vorstandsposten zur Disposition. Stellvertreter des 51-jährigen Sparkassenmitarbeiters Uwe Kober wurden Sonja Reckschmidt und Björn Uhr. 

Thomas Steinigeweg, als Geschäftsführer viele Jahre lang Weggefährte von Uwe Scholz, trat ebenfalls nicht mehr zur Wahl an. Dieses Amt übernimmt Daniela Simon. 

Guido Thal wurde als Schatzmeister wiedergewählt, gleiches gilt für die Beisitzer Yvonne Slejfir und Andreas Schmale. Alle Wahlen erfolgten einstimmig. 

Scholz bleibt Ratsmitglied

Der Name Uwe Scholz stehe für Kontinuität und vorausschauende Arbeit, würdigte die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Christel Voßbeck-Kayser – „und natürlich auch für Erfolge“. Es sei erfreulich, dass Scholz Ratsmitglied bleibe und seine Erfahrung weiter einbringen werde. 

Als Uwe Scholz 1994 erstmals in den Rat gewählt wurde, war er bereits CDU-Stadtverbandsvorsitzender und hatte den Wahlkampf organisiert – mit dem Ergebnis, dass die CDU damals sieben Prozent zulegte und die SPD die Wahl nur ganz knapp für sich entschied. 

Fünf Jahre später war es dann mit der Direktwahl von Dr. Andreas Hollstein als Bürgermeister und einer absoluten Mehrheit für die CDU vorbei mit der jahrzehntelangen SPD-Dominanz in Altena. 

Dass sich die CDU auch bei den folgenden Wahlen behaupten konnte, lag auch an Scholz’ kluger Personalpolitik. Er achtete stets darauf, dass CDU-Kandidaten in ihren Wahlkreisen und möglichst auch im Vereinsleben verwurzelt waren. Die Fraktion genieße deshalb großes Ansehen, berichtete Björn Uhr. Und: „Es gibt viele, die bei uns mitmachen wollen“.

"Wir sind ein starkes Team"

Mit dem Bürgermeister habe er immer gut zusammengearbeitet, betonte Scholz gestern – „wir sind ein starkes Team“. Überhaupt habe ihm die Arbeit im Stadtrat immer Spaß gemacht. „Sonst hätte ich das nicht so lange gemacht“, sagte Scholz. 

Der 61-Jährige hat sich auch beruflich der Politik verschrieben: Er arbeitet als Geschäftsführer der CDU-Kreistagsfraktion. Er ist auch Mitglied des Kreistags und der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. 

Auch mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 sei es an der Zeit, „ein anderes Gesicht in die Öffentlichkeit zu transportieren“, sagte Voßbeck-Kayser gestern. Dabei gehe es aber einzig und allein um den Fraktionsvorsitz. Die Bürgermeister-Frage stelle sich noch nicht, betonte die Stadtverbandsvorsitzende.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare