Hauptmann Knipping ist mit dem Festverlauf zufrieden

Der neue Schützenkönig Thomas Becker bei der Ansprache an die Schützen.

ALTENA ▪ König Thomas hat im Vergleich die Nase klar vorn gehabt, König Fußball musste hinten anstehen. Trotz des Auftaktspiels der deutschen Nationalmannschaft war das Festzelt am Samstag proppenvoll.

Sicher: Die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft hatte mit der Entscheidung, ihren Festtermin trotz Europameisterschaft nicht zu verschieben und noch nicht einmal am Rande des Festzeltes ein Public Viewing zu organisieren, auf Risiko gespielt. Der Erfolg des Samstagabends bestätigte dann aber die Einschätzung des Vorstandes. Hinter dem Altenaer Schützenfest steht tatsächlich alles andere zurück. Nach Beobachtung von Zeltwirt Kühling gab es im Vergleich zum vorigen Fest am Samstag in der Zeit bis Mitternacht zwar einen Besucherrückgang, dramatisch sei der aber nicht gewesen. Von Anfang an herrschte im Zelt Hochbetrieb und Höchststimmung. Der Treffer der Deutschen und später das Endergebnis wurden mit einem Satz durchgesagt, kurzer Applaus – und dann war wieder Schützenfest.

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Einer freute sich ganz besonders, dass dieses Konzept aufging: Für Hauptmann Klaus Knipping war das der letzte Beweis dafür, dass er sein Amt guten Gewissens abgeben kann. Dass er das bei der im Herbst anstehenden Generalversammlung tun wird, kündigte er am Samstag bei seiner Rede im Bungern an. Er trete bald ins Rentenalter ein, da sei es an der Zeit, für einen Jüngeren Platz zu machen. Erst murrten die Schützen über diese Mitteilung, dann ließen sie ihren Hauptmann mit einem donnernden Schützengruß hochleben.

Und noch eine wichtige Mitteilung machte der Hauptmann seinen Schützen: Exakt 2302 Mitglieder hat zurzeit die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft. Das sind rund 100 mehr als beim letzten Fest – und das, obwohl die Stadt seither wieder rund 1000 Einwohner verloren hat.

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„Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören“, sagte Knipping gestern beim Seniorenkaffeetrinken auf die Frage nach den Gründen für die Aufgabe seines Amtes. Er sei seit 2002 Hauptmann und habe damit die Verantwortung für vier gut gelungene Schützenfeste getragen. „Einfach nur glücklich“ zeigte er sich über die Stimmung in den letzten vier Tagen: Altenas Schützen seien in allerbester Feierlaune gewesen. Das habe sich vor allem beim Auftritt von Radspitz am Samstagabend gezeigt: „Die standen ja noch nicht ganz auf der Bühne, da tobte schon das Zelt“. Ein großes Lob zollte der Hauptmann vor allem König Thomas Becker, seiner Mitregentin Leonie Lönquist und den Hofstaat-Paaren: Sie hätten durch ihre lockere und unkomplizierte Art sehr zum Gelingen des Festes beigetragen.

„Da hatten wir wirklich Glück“, sagte der Hauptmann mit Blick aufs Wetter – es fiel dann doch nicht so schlecht aus, wie die Meteorologen das erwartet hatten. Und wenn es regnete, dann immer dann, wenn die Open Air-Termine des Festes noch nicht begonnen hatten oder gerade beendet waren.

Über Knippings Nachfolge werden in den nächsten Tagen erste Gespräche stattfinden. Dann steht auch die Manöverkritik im engeren Schützenvorstand an. Ganz klarer Handlungsbedarf bestehe bei den Toiletten, sagte Knipping – die Wartezeiten bei den Damen seien unzumutbar lang gewesen.

Neben tausenden von Altenaern besuchten auch Ehrengäste wie Landrat Thomas Gemke, MdL Thorsten Schick (beide CDU) sowie die SPD-Politiker Dagmar Freitag (MdB) und Michael Scheffler (MdL) das Fest. - Thomas Bender

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