100 Radler sind das Ziel

Sehr außergewöhnlich ist das Tandem, auf dem Bürgermeister Uwe Kober, Daniel Hennecke als stellvertretender Marktbereichsleiter der Sparkasse, Sabrina Grüner und Jan Slejfir Werbung für das Stadtradeln machten. Das Vierer-Tandem wurde vor Jahrzehnten irgendwo im Raum Dahle/Evingsen als Jux-Objekt aus alten Fahrradrahmen zusammengeschweißt.
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Sehr außergewöhnlich ist das Tandem, auf dem Bürgermeister Uwe Kober, Daniel Hennecke als stellvertretender Marktbereichsleiter der Sparkasse, Sabrina Grüner und Jan Slejfir Werbung für das Stadtradeln machten. Das Vierer-Tandem wurde vor Jahrzehnten irgendwo im Raum Dahle/Evingsen als Jux-Objekt aus alten Fahrradrahmen zusammengeschweißt. Irgendwann landete es in schwer desolatem Zustand in Jans Radland, wo Tom Slejfir sich seiner annahm und es im Rahmen seiner Meisterprüfung restaurierte. Zum Behördenparkhaus wurde das Gefährt per Lieferwagen gebracht. Es sei aber durchaus fahrtüchtig, beteuert der Inhaber des Fahrradgeschäftes.

Vier Kilometer radeln spart 600 Gramm CO2. Das weiß die App „Stadtradeln“, die seit Mittwoch, 18. August, auf den Smartphones von etwa 80 Altenaern mitläuft, wenn sie sich auf ihre Fahrräder schwingen. Sie alle beteiligen sich an der bundesweiten Aktion Stadtradeln, an der die Stadt Altena in diesem Jahr zum ersten Mal teilnimmt. In den Stiel gestoßen hat das die städtische Klimaschutzbeauftragte Sabrina Grüber, die mit der Resonanz auf ihren Aufruf recht zufrieden ist. „Für das erste Mal ist das schon ganz gut“, sagt sie auch mit Hinweis darauf, dass Altena ja nicht gerade die fahrradfreundlichste Stadt sei.

Altena – Es beteiligt sich ein bunter Strauß an Teams: Familien sind ebenso dabei wie Firmenbelegschaften und Schützenkompanien. Besonders viele Teilnehmer zählt die Blaulicht-Gruppe mit Feuerwehrleuten und Polizisten aus Altena. „Dass die Aktion in dieser Breite angenommen wird, das freut mich ganz besonders“, meint die Klimaschutzbeauftragte und betont, dass es nicht um sportliche Höchstleistungen geht, sondern vor allem darum, das Fahrrad in den Alltag zu integrieren und es beispielsweise für Fahrten zum Supermarkt oder ins Büro zu nutzen. Gerade auf Kurzstrecken verursachen Autos besonders viel CO2, weiß Grüber, die am Mittwoch darauf hinwies, dass man sich auch nach dem dem offiziellen Startschuss noch anmelden kann. „Wenn wir auf 100 aktive Fahrradfahrer kämen, würde mich das freuen“, sagte die Klimaschutzbeauftragte. Anmelden kann man sich bei ihr (Tel. 02352/209284 oder E-Mail s.grueber@–altena.de) und auch über die Stadtrad-App, die im Playstore oder im Apple App-Store heruntergeladen werden kann.

Etwas gewinnen

Wer mitmacht, schont nicht nur die Umwelt, sondern kann auch etwas gewinnen – Fahrradhelme zum Beispiel, Packtaschen und auch Einkaufsgutscheine für Altenaer Geschäfte. Dafür sorgen eine 1000-Euro-Spende der der Vereinigten Sparkasse und Sachspenden von Jans Radland. Außerdem wird es vom Kreis für jeden Teilnehmer kleine Belohnungen wie Sattelüberzieher oder Fahrradtaschen geben.

„Nachhaltigkeit ist aus gutem Grund das Thema überhaupt, deswegen unterstützen wir diese Aktion gerne“, sagt Daniel Hennecke, stellvertretender Marktleiter für Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. Slejfir berichtet, dass der Trend zum Bike und vor allem auch zum E-Bike auch in Altena ungebrochen sei und inzwischen auch viele Jugendliche und sogar Kinder mit elektrischer Unterstützung radeln.

Mit dem Rad zur Arbeit

Bürgermeister Uwe Kober muss sich sogar schon Gedanken darüber machen, wo Fahrräder am Rathaus parken können: Seit die Stadt ihren Mitarbeitern beim Leasing von Fahrrädern helfe, kämen immer mehr Mitarbeiter mit dem Drahtesel zur Arbeit, sagt er. Deswegen soll im Behördenparkhaus ein gesicherter Bereich für das Abstellen von Fahrrädern geschaffen werden.

Mit im Boot sitzt auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub. Er organisiert am 5. September eine Radtour im Bereich Altena.

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