Kleines Survivalsüppchen zur Unkrautvinaigrette

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Aus dem Rezeptheftchen von Sabine und Roger Kemper stellten die Teilnehmer frische Gerichte her.

Altena -  Für interessierte Kräuterkundler hat Sabine Kemper einen entscheidenden Tipp: „Lernen Sie ihre Lieblingspflanze kennen, wie einen guten Freund.“ Dann steht dem Genuss schmackhafter Wildgewächse auch nichts mehr im Wege. Zwölf Teilnehmer der vierten Kräuterwanderung und -Verkostung auf Burg Altena probierten das am Sonntag, 11. Juni, unter fachkundiger Anleitung aus.

Weil die Burg ein von Hundehaltern frequentierter Spazierweg ist, beließ die Kräuterpädagogin Sabine Kemper es bei Erläuterungen während des Spaziergangs. Entdeckt wurden die Knoblauchsrauke, Holunder, Löwenzahn und Wiesenbärenklau - „es gab diesmal etwas weniger zu sehen, als sonst“, bedauerte Sabine Kemper.

Sie und ihr Mann Roger hätten aufgrund der Hundepipi-Gefahr ohnehin nichts vom Wegesrand mitgenommen und deshalb „sicher gepflückte“ Kräuter mitgebracht. Darunter Giersch, Schafgarbe, Löwenzahn, Gänseblümchen, Holunder und kleinen Wiesenknopf. Zubereitet wurden im Anschluss an die Wanderung daraus ein „Kleines Survivalsüppchen“, eine „Unkrautvinaigrette“, ein Wildkräutersalat, ein Wildkräuter-Risotto und zum Nachtisch eine Löwenzahncreme mit Erdbeerpüree und Holunderblütensahne.

Über die vielseitige Verwendbarkeit der Kräuter zeigten sich die Gäste sehr erstaunt. Einfach losziehen zum Kräutersammeln, das rät Sabine Kemper aber jedem, sollte man aber auf keinen Fall. „Man kann sich eine Pflanze ja mal das ganze Jahr über angucken. Wie an einem zarten Trieb die Blätter wachsen und die verschiedenen Blütenstände. Wer sein Lieblingskraut dann gut kennt und es in jeder Lebenslage identifizieren kann, der kann es auch in der Küche verwenden.“

Beim Löwenzahn zum Beispiel, einer Pflanze, die jeder kennt, gilt, dass seine Blätter grundsätzlich in jedem Blütenstand genießbar sind. „Aber man muss auch bedenken, dass die größeren Blätter immer die bittereren sind“, erklärt Kemper.

Die Rezepte, die sie und Roger Kemper zu den Kursen in Altena mitbringen, sind grundsätzlich alle selbst erprobt und entwickelt. Und ganz besonders schmackhaft, wie die fleißigen Köche begeistert in der Museums-Cafeteria feststellen konnten.

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