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Kleines Happy End für die Bewirtung an der Lenneterrasse

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Der Bierwagen darf an der Lenneterrasse stehen.
Der Bierwagen darf an der Lenneterrasse stehen. © Privat

Der kleine, schwarze Bierwagen steht jetzt an der Lenneterrasse. Das klingt erst einmal unspektakulär, aber wenn man die Vorgeschichte kennt, wird klar, dass es sich um ein Happy End handelt.

Altena – Nilüfer Seker, Betreiberin des Café Nostalgie, hat das Okay von Bürgermeister Uwe Kober bekommen. Der Hauptausschuss hatte zuvor in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig entschieden, dass „Nili“ die Bewirtung der Terrassen wieder übernehmen und auch den Bierwagen aufstellen darf. „Mein Mann richtet ihn jetzt noch ein“, erzählt „Nili“. Ab August soll der Wagen dann im Einsatz sein.

„Wir probieren es mal“

Doch damit ist ein Problem nicht behoben: die Lauferei der Bedienung vom Eiscafé über die Straße zur Terrasse und zurück. Fast bei jeder Bestellung. Eistheke und Kuchentheke können nämlich nicht im Bierwagen eingebaut werden. „Wir probieren es mal, wie es so funktioniert“, sagt Nilüfer Seker. Kaltgetränke und Kaffee gibt es nun bald aus dem Wagen mit dem Nostalgie-Schriftzug. „Aber eigentlich benötige ich eine andere Lösung, es ist nicht zu 100 Prozent mein Konzept, aber doch eine Erleichterung“, sagt Nilüfer Seker, die nächstes Jahr drei Bahama-Sonnenschirme anschaffen möchte. Doch dafür müssen erst der Boden der Terrasse und die Verankerungen repariert werden. Beides hatte die Flut im Sommer 2021 zerstört. Das soll nach der Saison gemacht werden, wie der Bürgermeister verspricht.

„Bitte festhalten“

„Im Augenblick habe ich kleine grüne Tischschirme. Da muss ich noch dranschreiben: Bitte festhalten. Aber die helfen schon ein bisschen“, erzählt die Café-Betreiberin schmunzelnd. Selbstbedienung gibt es nicht mehr an den Terrassen. Das hatte Nilüfer Seker eine kurze Weile ausprobiert, „aber das hat nicht gut funktioniert“.

Terrasse beschädigt

Bürgermeister Uwe Kober stellt noch einmal klar, wieso das Thema Bewirtung der Lenneterrasse so lange Thema war. „Die Terrasse wurde durch das Hochwassers stark beschädigt. Wir mussten erst den Wiederaufbauplan haben, das Projektmanagement vergeben dürfen. Das war am 19. Mai. Anfang Juli wurde die Terrasse aufgemacht, um zu gucken, was genau kaputt ist. Handwerker waren auch nicht von heute auf morgen verfügbar. Die Rückmeldung war, dass wir reparieren müssen, die Terrasse aber standsicher ist und nichts passieren kann.“ Anschließend habe Seker grünes Licht bekommen, den Wagen aufzustellen.

„Ich kann nicht machen, was ich will“

Der Plan ist jetzt, dass Nilüfer Seker im Sommer an der Lenne die Gäste bewirtet und die Terrasse im Anschluss wieder hergerichtet wird. „Wenn es dann mit Handwerkern und Material klappt“, sagt Uwe Kober. Was nach außen so gemunkelt werde, entspreche nicht immer der Realität, so der Verwaltungschef. Er könne nicht zaubern und sich auch nicht gegen geltendes Recht und Gesetz wehren oder eine Gefährdung des Wiederaufbauplans riskieren. „Leider haben wir eine Bürokratie und ich kann nicht machen, was ich will“, sagt Uwe Kober, der sich auch mit Gästen auf der Lenneterrasse zusammengesetzt hat, um die Situation zu erklären. „Es ist ein gutes Ende“, findet der Bürgermeister.

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