Ein kleiner, aber viel beachteter Verein

Foto-Tipps in Studioatmosphäre

ALTENA ▪ „Das Fotografenherz wird bis aufs Letzte befriedigt“, versprach Carsten Miersch, Vorsitzender der Märkischen Fotografen bei seiner Begrüßungsansprache am Samstagmorgen in der Burg Holtzbrinck. Zu einem „Fest der Fotografie“, einer Jubiläumsveranstaltung im 25-jährigen Vereinsjahr, waren Fotografen sowie Interessierte eingeladen. Neben Vorträgen bereicherten Informationsstände verschiedener Firmen, Fotozubehör und ein Fotoshooting mit Models das Rahmenprogramm.

Fotobegeisterte aus der VHS Lennetal und der VHS Rahmede schlossen sich vor 25 Jahren zu den Märkischen Fotografen zusammen, informierte Miersch die Gäste mit einer kurzen Vereinschronik. Der Name sei treffend gewählt worden, denn auch wenn sich die Märkischen Fotografen meist in Altena treffen, reiche das Einzugsgebiet von Plettenberg über Schalksmühle bis hin nach Kierspe. „Mit 20 Mitgliedern sind wir so stark wie nie zuvor“, so Miersch. Über die Zukunft sei er daher nicht bange.

Der Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung, Landrat Thomas Gemke, erinnerte an die immense Veränderung der Fotografie im vergangenen Vierteljahrhundert. „Es hat nur selten eine solche technische Revolution gegeben“, zeigte sich Gemke überzeugt. Nachbearbeitungen am PC oder das Fotografieren mit Handys seien rasante Veränderungen, die früher nicht für möglich gehalten wurden. „Aber egal welche Technik angewendet wird: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Fotos erzählen uns viel über Menschen aus dem einfachen Leben, und nicht nur von Highlights.“ Davon überzeugen konnten sich die Besucher gleich am Eingang zur Burg Holtzbrinck - dort hatten die Märkischen Fotografen einen Teil ihrer Arbeiten ausgestellt.

Rege Diskussionen, nicht nur über die vergangenen 25 Jahre, sondern auch über Neuigkeiten, wünschte sich Miersch für den weiteren Verlauf der Jubiläumsveranstaltung. Gelegenheit dazu gab es reichlich. Neben dem Präsidenten des Bundesverbands Willy Borgfeld und seinem Vize Karlheinz Tobias, waren auch Klaus Peter Schubert vom Landesverband Westfalen und Gunther Scholz vom Bezirksverband Lüdenscheid-Westfalen anwesend. Zudem konnten die Märkischen Fotografen Dr. Hans D. Baumann, Kunstwissenschaftler, Autor, Foto-Grafiker und Herausgeber des Magazins Docma, für ihr „Fest der Fotografie“ gewinnen. Er referierte zum Thema „Kann man Fotos überhaupt noch trauen?“. Er habe von den Zuhörer zwar viel Applaus bekommen, resümierte Willi Prösser, dennoch habe ihn persönlich der Vortrag nicht überzeugt. „Er war der Magnet. Ich habe mir mehr davon versprochen.“ Baumann habe lediglich anhand negativer Beispiele aus der Werbung seinen Vortrag gehalten - das war Prösser, der Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Photografie ist, zu wenig.

Gut besucht waren des Weiteren die Vorträge „Magie der Farben“, „Ästhetische Fotografie“, „Vorbereitung einer Fotoreise“, „Einführung in die HDR-Fotografie“ und „Mit den Zugvögeln nach Norden“. Auf kein geringeres Interesse stießen die Ausstellungen der Firmen - Kameras und Fotoausrüstungen durften gerne vor Ort ausprobiert werden. Hilfreiche Tipps zur Fotografie in Studio-Atmospäre sowie im Außenbereich, zu Ausbelichtung und Fotodruck sowie zur Präsentation rundeten das Angebot ab.

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