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Das „Feuerrote Spielmobil“ steckt voller Überraschungen

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Von: Thomas Bender

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Feuerrotes Spielmobil Kinderspielzeug Altena
Die Riesenseifenblasen waren ebenso begehrt wie die vielen Fahrzeuge, die Sven Stutzenbecker und Marco Köhler mitgebracht hatten. © Bender, Thomas

Sicher: Das Wetter hätte besser sein dürfen. Trotzdem tummelten sich am Freitag etliche Kinder an der Mittleren Brücke. Dort hatte nämlich Marco Köhler sein „Feuerrotes Spielmobil“ geparkt und aus dessen Stauräumen jede Menge Überraschungen ausgepackt.

Altena - Riesenseifenblasen, Kettcars, eine Slagline – es war alles da, was Kindern Spaß macht. Marco Köhler bastelte als Stelzenmann auch bunte Luftballontiere, bei seinem Kollegen Sven Stutzenbecker konnten die Kinder sich im Jonglieren üben.

Höchstens 73 Stundenkilometer

Eher ‘was für die etwas größeren und älteren Jungs war das Fahrzeug, mit dem die beiden Lüdenscheider anreisten: Eine fast 50 Jahre alte Magirus-Feuerwehr, mit der es sich eher beschaulich reist – der Diesel mit 7,4 Litern Hubraum und 125 PS schafft gerade mal 73 Stundenkilometer – gut so, weil es eine Servolenkung und andere, heute selbstverständliche Helferlein nicht gibt. Dafür verbraucht er gehörig Sprit – „das schlagen wird einfach auf den Preis auf“, scherzte Stutzenbecker angesichts der Preisexplosion an den Tankstellen.

Kleiderkammer nimmt Anerkennungsgebühr

Womit wir beim Thema Geld wären: Etwas überraschend ist auf den ersten Blick, dass die Aktion von der in der ehemaligen Knerling-Grundschule untergebrachten Kleiderkammer finanziert wurde. Sie wurde 2015 gegründet, als viele syrische Flüchtlinge in Altena ankamen. Sie und andere Bedürftige können sich seither dort einkleiden. „Die Erstausstattung gibt es umsonst, danach nehmen wir eine kleine Anerkennungsgebühr“, erklärt Marion Derer, eine der Helferinnen.

Das ist doch eine ganz schöne Sache zum Ende der Ferien.

Marion Derer

Anfangs wurden von dem Geld das Café International, Ausflüge für die Flüchtlinge, Kochkurse in der Freiheit 26 und ähnliches bezahlt, um nur Beispiele zu nennen. Solche Aktivitäten waren in den vergangenen zwei Jahren kaum möglich, die Kleiderkammer machte aber weiter. So kam eine erkleckliche Summe zusammen, mit der jetzt das „Feuerrote Spielmobil“ nach Altena geholt wurde. Marion Derer: „Das ist doch eine ganz schöne Sache zum Ende der Ferien.“

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