Faszination in Fotografie umgesetzt

Das Buch zum Erlebnisaufzug musste Klaus Storch am Mittwochabend gleich mehrfach signieren.

Altena -  Ein „making of“ gibt es normalerweise über große Filme von Hollywood-Format. Aber jetzt auch über jenen spannenden „Film“, der seit Dezember 2012 an der Lennestraße gedreht wird – die Rede ist vom Bau des Erlebnisaufzugs zur Burg Altena.

Klaus Storch hat das Leuchtturmprojekt dokumentiert. „Das ist eine Gelegenheit, die man nicht oft bekommt. Das durfte nicht einfach so vorbeigehen“, sagt der Fotograf. Und so war er oft auf der Baustelle, „abends um neun oder morgens um fünf“, gut 70 Mal. 3500 Fotos sind dabei entstanden. Ein gutes Weitwinkel-Objektiv fiel dem schmutzigen Nebel des Flüssigbetons zum Opfer. Aber es hat sich gelohnt: Seit Mittwochabend ist die Ausstellung „making of“ in der Stadtgalerie zu sehen. Hier dreht sich alles um den Erlebnisaufzug. Im Mittelpunkt stehen die Männer, die ihn mit der Kraft ihrer Hände und Maschinen und auch mit der Hilfe von Sprengstoff gebaut haben; aber auch Ansichten des Baustelleninneren aus den verschiedensten Phasen. Schlichtweg fantastische Aufnahmen. Mit dem sicheren Blick des fotografischen Könners hat der Evingser Momente einer landesweit einmaligen Baustelle festgehalten. 14 Fotografien sind zu sehen, so groß wie ein Vollformat-Sensor sie für die Ausbelichtung hergibt und auf hochwertiges Fotopapier gebracht von einer der besten Druckereien im Lande. Die Vernissage war zugleich der Startschuss für eine Reihe von weiteren hochinteressanten Beiträgen, die der Stadt eine von landesweit vier Vollförderungen im Rahmen der Initiative „Ab in die Mitte“ eingebracht haben. Die „Galerie der Täter“ ist als Kunst im öffentlichen zu bewundern, am Markaner wurde auf der Mittelinsel des Kreisverkehrs ein „Motzturm“ errichtet und am Nachmittag vor der Ausstellungseröffnung ein „Motzband“ aus Asphaltaufklebern durch die Lennestraße zur Stadtgalerie geführt. Ein „Gesamtkunstwerk“, das Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein bei seiner Eröffnungsansprache in der Stadtgalerie würdigte. Er sprach von einer „Hommage an die Menschen, die das alles möglich machen“, und schloss dabei auch das Team der Verwaltung mit ein oder jene, die sich nun trauen, neue Geschäfte zu eröffnen.

Zur Ausstellung gehört auch ein Buch, das neben den Fotografien Klaus Storchs Texte des Journalisten Christoph Hüls enthält. Auf 100 Seiten wird beschrieben, was es mit dem „Neuen Tor zur Burg“ auf sich hat. Die Texte sind auch ins Englische und Niederländische übersetzt. - Von Thomas Keim

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