Schönheit liegt im Detail:

Klaus Storch und Deutsches Drahtmuseum bereiten Ausstellung „Endlos“ vor

+
Klaus Storch mit dem Bild „Ende“. Es zeigt einen abgeschnittenen Draht, wirkt aber wie eine Skulptur.

Altena - Es ist bei weitem nicht die erste Ausstellung des Fotografen Klaus Storch - aber möglicherweise eine der bisher aufwendigsten: „Endlos“ wird sie heißen. So endlos, wie einem eine große Spule oder Krone mit Draht erscheinen mag. Und um diesen Werkstoff, der für die Burgstadt so wichtig ist, geht es in der Präsentation dann auch. Storch hat Drahtfirmen besucht. Ganz überwiegend solche mit Sitz in Altena, aber auch in Neuenrade, in Nachrodt und in Ihmert ist der Fotograf gewesen.

Schon die Zahlen lesen sich beeindruckend: Rund drei Jahre hat die Vorbereitung in Anspruch genommen, für Gespräche mit den Firmeninhabern und das Vereinbaren von Fototerminen. „Natürlich habe ich zwischenzeitlich auch noch etwas anderes gemacht“, stellt Storch klar.

13 Unternehmen gaben dem Fotografen ihr Okay. Im Laufe der Zeit entstanden dann mehr als 4000 Fotografien, alle im sogenannten Rohdatenformat, das bei der digitalen Entwicklung mehr Spielraum liefert als komprimierte Fotos im verbreiteten Format JPG. Aus den 4000 Fotos pickte der Evingser schließlich 200 für eine Vorauswahl heraus. „Das war schon nicht so einfach“, berichtet Storch über die Qual der Wahl. 120 Fotos wurden dann in den Katalog zur Austellung aufgenommen und 60 großformatige Arbeiten werden schließlich im Deutschen Drahtmuseum präsentiert.

In 13 Firmen aus dem heimischen Raum hat sich Klaus Storch für die kommende Ausstellung umgesehen.

Der Fotograf berichtet, dass man an der Thoméestraße mit viel Liebe zur Sache zu Werke geht: „Dr. Agnes Zelck macht sich sehr viel Mühe mit der Vorbereitung einer Ausstellung.“ 13 Unternehmen hat Storch besucht, um Fotos für die Ausstellung zu schießen: So war er in den Firmen Brüninghaus, Claas, Lötters (Ihmert), Elisental (Neuenrade), Drahtwerk Wagener, Drahtseilwerk Künne Gruppe, Finkernagel, Frohn, Hohage, Klincke, Lüling, Möhling und Walzwerke Einsal. Mit Kennerblick und jahrelanger fotografischer Erfahrung erreicht er auch ein hohes Maß an Abstraktion, er malt mit Licht. Das zeigt sich zum Beispiel daran, das einzelne Firmenbesitzer ihr eigenes Unternehmen nicht erkannt haben, wenn Storch Details in den Fokus nahm. Da wird dann zum Beispiel das Endstück eines abgeschnittenen Drahtes zu einem Schmuckstück, das dem Betrachter entgegenglüht. Dr. Agnes Zelck lobt: „Storch entlockt der Thematik eine erstaunliche Fülle an Farben und Farbtönen. Zum Repertoire gehört auch die Gegenüberstellung von stark beleuchteten und im Dunkeln liegenden Bildpartien sowie schon scharf und unscharf wiedergegebenen Gegenständen. Beides schafft Dynamik und erhöht die Expressivität der Werke.“

Ausstellung:

Die Ausstellung „Endlos“ ist vom 1. März bis 6. September im Deutschen Drahtmuseum, Fritz-Thomée-Str. 12, zu sehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare