Zehn Jahre Generationentreff

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Altena – Klaus Löttgers ist stolz auf die Gemeinschaft, die in den letzten zehn Jahren um den Generationentreff Knerling entstanden ist. Eine echte Erfolgsgeschichte. Eine große Jubiläumsfeier war am Samstag (19. September) nicht möglich. Aufgrund der Corona-Pandemie gab es zwar Kaffee und Kuchen, aber wenig Programm, dafür unzählige gute Erinnerungen ans letzte Jahrzehnt.

Zu Besuch war auch Altenas neuer Bürgermeister Uwe Kober. Von der Baugesellschaft gab es einen großzügigen Gutschein für den nächsten Ausflug. Die Gäste klatschten. Die Stimmung war nicht erst jetzt bestens. „Wenn ich hier bin, fühle ich mich immer wohl“, formulierte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Anette Wesemann, die Harmonie in ihrem Grußwort. Richtig gesellig war es, so wie sonst auch. Denn zu Kaffee und Kuchen kommen regelmäßig 40 Gäste in die alte Grundschule. Einmal im Monat gibt es einen Männerabend. Beliebt sind auch die Bingo-Veranstaltungen. Längst kommen auch Außenstehende.

 Donnerstags ist zum Beispiel eine Krabbelgruppe zu Gast. Regelmäßig veranstaltet der Rassekaninchenzüchterverein W9 zudem seine Schauen am Knerling. Klaus Löttgers betont: „Es war nur gemeinsam möglich, diese Begegnungsstätte aufzubauen.“ Er war zusammen mit dem 2016 verstorbenen Bernd Erbschloe der Motor für das Projekt. Der eine suchte einen Raum zum Proben für den Männerchor, der andere Platz für seine riesige Modelleisenbahn. Die Planungen liefen irgendwann 2009 an. 

Vor gut zehn Jahren konnte dann endlich Einweihung gefeiert werden in den von der Stadt gemieteten Räumen, erinnert sich Löttgers, der heute noch Ansprechpartner und auch als „Bürgermeister vom Knerling“ bekannt ist. Ein altes Klassenzimmer ist zum Dreh- und Angelpunkt für viele Treffen geworden. In viel ehrenamtlicher Arbeit wurde es mühevoll hergerichtet. In unserem Gespräch deutet Löttgers auf die gestrichenen Wände, die eingebaute Küche, die aufgestellten Möbel und die Gruppenfotos, die die jährlichen Fahrten zeigen. Das Zimmer kennt er seit jeher bestens. 

Kein Wunder: „1949 war das mein Klassenraum. Ich war im ersten Jahrgang der Schule.“ Das Gebäude ist alt, hat die besten Tage hinter sich. Das habe man auch gemerkt, als die Heizung den Geist aufgegeben hat. „Wir haben uns immer durchgewurschtelt und das Beste draus gemacht.“ Man sei bemüht, alles aufrecht zu erhalten. Dafür könne Löttgers auf tatkräftige Unterstützung bauen. Einen besonderen Dank richtet er an vier junge Männer, die dem Treff von Anfang an treu geblieben sind und beispielsweise bei schweren Sachen mit anpacken. Dass in all den Jahren nicht immer alles harmonisch gelaufen ist am Knerling, ist auch klar. Löttgers: „Sonst wäre es ja unnatürlich.“ Die Eisenbahn von Bernd Erbschloe, die irgendwie auch ihren Anteil daran hat, dass es den Generationentreff überhaupt gibt, fährt übrigens noch. Sohn Jörg Erbschloe pflegt die Anlage mit den kleinen Gebäuden, dutzenden Eisenbahnen und vielen Waggons. „Das ist ein schönes Vermächtnis.“

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