Klaus Braekler trägt eine Sammlung von Andenken und Artikeln aus Altena zusammen

Jäger der verlorenen Schätze

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Die Heilige Katharina auf dem Stadtwappen hält Klaus Braekler hier in der Hand. Der Wappenteller ist besonders groß ausgeführt und kunstvoll bemalt.

Altena – Ein kleines Museum der Souvenirs und Andenken aus der Burgstadt gibt es auf dem Nettenscheid. Klaus Braekler hat es eingerichtet, sein „Allerheiligstes“ mit Tellern, Tassen, Plaketten, Vasen und Erinnerungen an Altenaer Firmen und Geschäfte. Alles, was einen direkten Bezug zur Burgstadt mitbringt, hat eine Chance, in die Sammlung von Klaus Braekler aufgenommen zu werden.

 „Wenn man einmal anfängt, kann man nicht mehr aufhören“, berichtet der Ruheständler über die Sammelleidenschaft. „Und so ist über die Jahre einiges zusammengekommen“. Wie viele kleine und große Schätze, Raritäten, Kostbarkeiten und Liebenswertes sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, hat der 74-Jährige nie gezählt – aber er hat alle seine Exponate fotografiert und im Computer gespeichert. Grob geschätzt, könnten es 400 Stück sein.

 Die Sammlung wird ergänzt um weitere 400 Stücke: Das sind Ansichtskarten und Leporellos aus Altena, teilweise 100 Jahre alt. Und teilweise sehr selten: Unter den Karten befindet sich eine vom Besuch der britischen Prinzessin Anne auf der Burg Altena – 1981 war das. Diese Karte ist nur in einer limitierten Ausgabe erschienen: Es gab nur 80 Exemplare, der Sammler vom Nettenscheid besitzt die Nummer 35. Und wo kommen die schönen Stücke her? „Früher war ich viel auf Flohmärkten unterwegs“, berichtet Braekler. Das hatte allerdings mehr mit seiner dritten großen Sammelleidenschaft zu tun.

Der Nettenscheider ist ein treuer Fan der Beatles und besitzt jede Menge „Scheiben“, Vinylplatten und CDs, von den Fab Four.

Erst nach den Beatles rückte Altena in den Mittelpunkt des Sammlerinteresses. Vieles hat Braekler in dem kleinen Trödelladen „Kunst & Kram“ entdeckt, der sich an der Lennestraße befand, aber auch in dem schon länger geschlossenen Second-Hand-Laden an der Bungernstraße wurde er fündig. Und – natürlich – im Internet. Die Plattform Ebay sei da schon hilfreich, schildert der Sammler seine Taktik. Würden dort aber Wucherpreise aufgerufen, dann ziehe er sich zurück. „Das taucht schon irgendwann wieder auf.“

 Allerdings gilt das nicht immer, auch nicht beim Kauf im realen Handel. „Einmal habe ich im Trödelladen ein sehr schönes Altena-Service entdeckt. Das hatte ich noch nicht gesehen – aber der Preis schien mir zu hoch.“ Nach einer Nacht des Drüberschlafens änderte Braekler jedoch seine Meinung und ging erneut in den Laden. „Da war das Service weg und ich hab mich ziemlich geärgert...“ Aber es geht auch anders: Lange Zeit hatte der Altenaer nach einem bestimmten Aschenbecher gesucht. Einem Aschenbecher mit familiengeschichtlichem Bezug. Klaus Braeklers Großvater war Inhaber der Ford-Vertretung an der Hagener Straße und für Kunden gab es den Ascher als Präsent. Durch eine Dahler fand der Sammler das Stück schließlich doch. „Er hat es mir für eine Kleinigkeit überlassen“, freut sich Braekler über den Deal.

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