Klappern gehört auch in Firmen zum Handwerk

Auf der Suche nach cleveren Lösungen: Geschäftsführer Daniel Schmale (l.) und Andreas Goseberg, Service- und Vertriebsleiter der Firma Schmale-Maschinenbau. ▪ Firmenfoto

ALTENA ▪ Neue Wege geht die Firma Schmale Maschinenbau am neuen Firmensitz in Dahle. Das mittelständische Familienunternehmen an der Altenaer Straße, nach eigener Auskunft „Ingenieurbüro mit angegliedertem Maschinenbau“, beschreibt sein Credo mit einem klaren Statement: „Wir funtionieren anders“.

„Bei uns gibt es keine Lösungen von der Stange“, sagt Geschäftsführer Daniel Schmale. Es gehe um eine technologieorientierte Anlagenplanung, wobei das individuelle Fertigungsproblem eines Kunden „bis ins kleinste Detail“ analysiert werden müsse. Anschließend werde ein passgenaues Paket von Technologien geschnürt. „Serienmaschinen aus dem Portfolio“ gebe es nicht. Nach einem Baukastenprinzip könne jede Fertigungstechnologie mit anderen kombiniert werden. „Damit unterscheiden wir uns deutlich vom Wettbewerb“, unterstreicht Service- und Vetriebsleiter Andreas Goseberg. Dieser Satz hat sicherlich auch hinsichtlich eines ganz anderen Aspektes Gültigkeit. Stichwort: Öffentlichkeitsarbeit. Auch hier hat man sich an der Altenaer Straße entschlossen, nicht alltägliche Möglichkeiten zu nutzen: So gibt es jetzt mit Thorsten Lente einen PR-Beauftragten der Schmale GmbH.

Lente ist freier Journalist. Er lebt in Wesel, hat Publizistik und Politik studiert und war Pressesprecher der FDP-Fraktion in Wuppertal.

Jetzt soll er die Schmale GmbH mit regelmäßigen Presseinformationen an Tageszeitungen und Fachpublikationen ins rechte Licht setzen. „Ziel ist es, eine Marke zu schaffen“, erklärt Andreas Goseberg den für heimische Unternehmen eher ungewöhnlichen Schritt. „Jeder Bericht“, zeigt sich der Vertriebsleiter überzeugt, „zieht Aufmerksamkeit nach sich“. Das gelte ausdrücklich auch für lokale Tageszeitungen. „Das AK wird in der Drahtindustrie gelesen“, weiß Goseberg. Dazu komme ein weiterer Aspekt: „Wir sind in der Region verankert, deswegen sind wir beim Umzug auch am Ort geblieben“, erinnert Goseberg an den Standortwechsel, der das Unternehmen im vergangenen Frühjahr von Evingsen nach Dahle geführt hat. Trotz aller Verwurzelung legt man beim Anlagenbauer Wert darauf „international zu agieren.“

Einen ähnlichen Weg, nämlich den der professionellen Zuarbeit, hat Matthias Rentrop für die Firma Saleen gewählt. Der Kunststoffwaren-Hersteller am Winkelsen nimmt in der Altenaer Industrie in so fern eine Sonderrolle ein, als er Produkte für den Endverbraucher herstellt. „Wir sind ein Markenartikler“, sagt Matthias Rentrop. Deshalb arbeite er mit professionellen Agenturen zusammen, um mit seinen Produkten auch in der Fachpresse vertreten zu sein. „Wir wollen natürlich auch mal in die ‘Schöner Wohnen’“.

Der Saleen-Inhaber freut sich natürlich auch darüber, wenn seine Produkte dann und wann auch mal in einer Fernsehsendung zu sehen sind. „Waldis EM-Club“ zum Beispiel. Da reicht Waldemar Hartmann seinen Gästen die Brezeln in Körben aus Altenaer Produktion.

Geht es um lokale Medienanfragen, handelt man am Winkelsen dagegen nicht anders als der weit überwiegende Anteil der hiesigen Industrie. „Bei der Geschäftsführung sind Sie richtig aufgehoben“, sagt zum Beispiel Christian von der Crone, Geschäftsführer des Stahldrahtwerkes Lüling, auf die Frage, wie man es an der Kleffstraße mit Presseanfragen hält. ▪ Von Thomas Keim

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