Kitas: Familien zahlen deutlich weniger

Kinder rennen in einer Kindertagesstätte einen Gang entlang.
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In den Kitas in Altena ist das zweite Jahr beitragsfrei.

Deutlich weniger zahlen etliche Familien in Altena für die Kinderbetreuung: In den Kitas ist das zweite Jahr seit Kurzem beitragsfrei. Dem gegenüber stehen kosten von mehr als fünf Millionen Euro für die Stadt.

Altena – Bis zu 764 Euro im Monat kann es kosten, sein Kind in Altena in den Kindergarten zu schicken. Ein so hoher Elternbeitrag wird aber nur fällig, wenn die Eltern über 100 000 Euro pro Jahr verdienen und damit in der höchsten Beitragsstufe jener Satzung landen, die die Höhe der Elternbeiträge regelt.

Das ist nur sieben Mal der Fall. Insgesamt 445 Kinder besuchen derzeit die zehn Kindergärten im Stadtgebiet. 75 davon sind noch keine drei Jahre alt, 31 müssen wegen körperlicher oder geistiger Auffälligkeiten durch Integrativkräfte besonders gefördert werden.

336 von 445 Kinder werden beitragsfrei betreut

„Die Zahl der Nicht-Veranlagten ist deutlich gestiegen, weil jetzt auch das zweite Kindergartenjahr beitragsfrei ist“, erklärte Jugendamtsleiterin Agnes Goniwiecha den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses während der Etatberatungen. Für 336 Kinder werden seit Sommer 2020 keine Gebühren fällig.

244 davon besuchen den Kindergarten im zweiten oder dritten Jahr und sind damit beitragsfrei. Wenn zwei oder mehr Kinder einer Familie betreut werden, muss nur für ein Kind bezahlt werden. Diese Geschwisterkinder-Regelung trifft auf 45 Fälle zu. 29 Kinder sind beitragsfrei, weil ihre Eltern ein Jahreseinkommen von weniger als 18 000 Euro haben.

Kinderbetreuung: 5,3 Millionen Euro Kosten

Am Ende kommen von den Eltern weniger als 200 000 Euro an Gebühren zusammen. Gut 300 000 Euro zahlt das Land als Ausgleich für die beiden beitragsfreien Jahre. Höchste Einnahme in diesem Teil des Etats sind die Betriebskostenzuschüsse des Landes, die mit 1,8 Millionen Euro zu Buche schlägt.

Einige weitere, kleinere Einnahmen führen dazu, dass für die „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ gut 2,6 Millionen Euro auf der Habenseite stehen. Das deckt etwa 50 Prozent der Ausgaben, die die Verwaltung für dieses Jahr auf knapp 5,3 Millionen Euro schätzt. Davon gehen 4,7 Millionen an die Kindergartenträger, also an die Kirchen beziehungsweise an die Awo und die Johanniter. Eigene Kindergärten betreibt die Stadt bekanntlich nicht.

An die Tagesmütter fließen 350 000 Euro. Sie betreuen etwa 65 Kinder und arbeiten damit deutlich günstiger als die Kindergärten. Für das von der Awo betriebene Tagespflegebüro zahlt die Stadt einen Zuschuss von rund 66 000 Euro.

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