Kinderbetreuung in Altena

Kita-Plätze reichen nicht mehr lange

Noch gibt es genügend Plätze in den Kitas in Altena, aber das bleibt nicht so.
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Noch gibt es genügend Plätze in den Kitas in Altena, aber das bleibt nicht so.

Noch reichen die Plätze. Davon geht die Stadtverwaltung in Altena aus, nachdem die Anmeldung für das Kindergartenjahr 2021/22 abgeschlossen ist. Aber schon bald braucht es dringend mehr Plätze.

Altena – „Das Angebot im U3- und Ü3-Bereich und die prognostizierte Nachfrage können nach heutigem Stand im Kindergartenjahr 2021/2022 mit der aktuellen Planung zur Deckung gebracht werden“, heißt es in einer Vorlage, die jetzt den Jugendhilfeausschuss beschäftigte. Ü3 beziehungsweise U3 bezieht sich auf das Alter der Kinder.

Im Moment gibt es in der Burgstadt 388 Ü3-Plätze und 70 für Kinder bis zu drei Jahren. Der rein rechnerische Bedarf an Ü3-Plätzen liegt zwar bei 416. Das sei aber eine eher theoretische Zahl, sagt Agnes Goniwiecha, die für Kindergärten zuständige Abteilungsleiterin der Stadtverwaltung.

Kein Platz in der Wunsch-Kita: Nicht alle Eltern nehmen Alternativen

Denn: Eltern, die in anderen Städten arbeiten, würden sich oft auch dort um einen Betreuungsplatz kümmern. Hinzu komme, dass Kinder, die nicht in der „Wunsch-Kita“ der Erziehungsberechtigten unterkommen, nicht unbedingt in eine andere Einrichtung geschickt werden.

Auf Dauer geht das aber nicht gut: „Aufgrund des prognostizierten Fehlbedarfs bis zum Kita-Jahr 2023/24 werden mit den einzelnen Trägern Erweiterungen an den einzelnen Standorten geprüft“, heißt es in der Vorlage für den Jugendhilfeausschuss.

Tagesmütter betreuen mehr als 60 Kinder

Stichwort U3-Betreuung: Hier schlägt aktuell die Stunde der Tagesmütter. In den Kindertagesstätten, die in Altena allesamt von Kirchen und freien Trägern betrieben werden, können bis zu 75 Plätze belegt werden. Der Bedarf ist allerdings wesentlich größer: 72 Kinder unter drei Jahren besuchen Kitas, etwas über 60 werden von Tagesmüttern betreut. Die hatten sich in der Vergangenheit über die Stadt geärgert und gestreikt. Es ging ums Geld. Daraufhin geriet Ex-Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU) heftig unter Beschuss.

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