Coronavirus

Kita-Beiträge: Diese Eltern werden entlastet

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Die Regelung der Kita-Gebühren ist sehr unterschiedlich.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Die gute Nachricht: Die Eltern werden entlastet bei den Kita-Beiträgen. Doch das Verfahren ist sehr unterschiedlich.

Eltern mit kleinen Kindern aus Nachrodt-Wiblingwerde werden zunächst die Kindergarten-Beiträge für die Monate März und April komplett erlassen - wie in allen Kommunen im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamts. 

Zudem hat die Verwaltung der Gemeinde zur Entlastung der Familien entschieden, dass die Elternbeiträge für die Betreuung 8 bis 1 und für die offene Ganztagsschule (OGS) ab Mitte März ausgesetzt werden. Die für März bereits gezahlten vollen Beiträge werden verrechnet, ab April ist zunächst keine Zahlung fällig, es erfolgen keine Abbuchungen. 

Stadt braucht Ansage vom Land

Nicht ganz so eindeutig ist die Lage aktuell in Altena: Täglich erreichen die Verwaltung mehrere Anfragen von Eltern bezüglich der Kita-Gebühren, allein am Mittwochvormittag waren es sechs bis sieben E-Mails, die im Jugendamt eingingen, sagt Agnes Goniwiecha, Abteilungsleiterin Soziales, Jugend und Familie, im Rathaus. 

Die Antwort: „Der Erlass der Elternbeiträge wird zurzeit geprüft.“ Das Jugendamt warte mit einer Entscheidung auf eine Mitteilung des zuständigen Ministeriums, ob und inwiefern ein Erlass oder eine Rückerstattung der Elternbeiträge möglich sei, sagt Goniwiecha. 

Denn „die Stadt benötigt wie andere Kommunen, die sich im Stärkungspakt befinden, eine Einverständniserklärung der Aufsichtsbehörde, um Elternbeiträge erlassen oder rückerstatten zu dürfen.“ Ein solcher Erlass von Gebühren wäre nämlich eine freiwillige Leistung, die klamme Kommunen, die Geld vom Land im Stärkungspakt erhalten, nicht einfach eigenständig anbieten dürfen. 

Kurzfristige Lösung in Notlagen

„Wir gehen davon aus, dass die offenen Fragen zeitnah geklärt werden“, sagt die Abteilungsleiterin. Ein konkreter Zeithorizont sei unklar, aber „die Kommunen machen Druck“, betont sie. 

Um aber kurzfristig Familien zu entlasten, die sich aktuell in Kurzarbeit befinden, gekündigt wurden oder sich in einer anderen durch die Corona-Krise verursachten wirtschaftlichen Notlage befinden und denen die Zahlung des Elternbeitrags nicht möglich ist, können sich Eltern an die Stadt wenden, so lange die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen ist. „Zumindest eine kurzfristige Anpassung des Elternbeitrags können wir anbieten“, sagt Agnes Goniwiecha.

Kontakt zum Rathaus

Eltern, die sich über eine Reduzierung der Elternbeiträge informieren möchten, können sich bei der Stadt Altena unter der Rufnummer 0 23 52/20 92 05 melden. Dort gibt es auch Informationen, welche Angaben und Unterlagen für eine Reduzierung der Beiträge benötigt werden.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem Ticker.

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