Kirchengemeinden planen Organisation der Weihnachtstage

Gottesdienste unter freiem Himmel

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Die evangelischen Christen in der Burgstadt haben Open-Air-Gottesdienste bereits schätzen gelernt.

Altena – Schon jetzt und Anfang Oktober an Weihnachten zu denken, das mag manchem zu früh erscheinen: Die Kirchengemeinden machen sich vor dem Hintergrund des Corona-Schutzes jedoch bereits Gedanken: Wie können die Weihnachtsgottesdienste gestaltet werden?

Eine vergleichsweise geringe Umstellung ergibt sich für die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde, denn sie kennen seit 2015 den Open-Air-Gottesdienst vor der Lutherkirche. Damals hatte man aus der Not eine Tugend gemacht, denn die Kirche war nach einem Brandschaden nicht nutzbar.

Das Presbyterium hat sich nun am Donnerstagabend mit der Terminplanung befasst: Heiligabend gibt es also ab 16 Uhr einen weiteren Open-Air-Gottesdienst sowie weitere Gottesdienste um 14.30, 18 und 23 Uhr in der Kirche. „Die Lutherkirche fasst auch unter Beachtung der Abstandsregeln 250 Besucher“, berichtet Presbyter Carsten Menzel. Am 1. Weihnachtstag gibt es dann ab 10.30 Uhr noch einen Gottesdienst, der sonst mit Wiblingwerde im Höhendorf gefeiert wurde. „Das splitten wir diesmal“, sagt Carsten Menzel.

In der katholischen Gemeinde St. Matthäus ist man noch auf der Suche nach der besten Möglichkeit. Fest steht aber: „Wir möchten an so einem Tag niemanden nach Hause schicken. Das wäre schrecklich“, sagt Pfarrer Ulrich Schmalenbach. Spätestens im November soll eine Entscheidung fallen. Über einen Gottesdienst unter freiem Himmel werde nachgedacht.

Blick nach Dahle und Evingsen: „Beide Gemeinden möchten keine Besucher in den Gottesdiensten abweisen“, berichtet Pfarrer Uwe Krause. Um eine möglichst große Teilnehmerzahl zu ermöglichen, ist man in Dahle und Evingsen in den letzten Wochen auf die Sitzplatzregistrierung umgestiegen. Die Nachverfolgbarkeit im Infektionsfall wird dadurch gewährleistet, indem Gemeindeglieder Karteikarten am Sitzplatz ausfüllen. Aus beiden Gemeinden kam die Rückmeldung: „Wir fühlen uns mit mehr Abstand vor und hinter uns wohler, besonders wenn wir die Masken abnehmen.“

Die Presbyterien reagieren darauf, indem in den Kirchen zukünftig zunächst nur jede zweite Bankreihe besetzt wird. Sollten die Sitzplätze nicht ausreichen, werden weitere Sitzreihen freigegeben. Dann wird aber auch während des Gottesdienstes von allen die Mund-Nase-Bedeckung getragen. Und man ist sich einig: Der Gesang soll weiterhin aus Rücksichtnahme unterbleiben. Pfarrer Krause: „Hierfür reichen die Abstände zwischen den Gottesdienstbesuchern in den Dorfkirchen nicht.“ Advent und Weihnachten können sich die Presbyter aber schlecht ohne Gemeindegesang vorstellen.

Die übliche Anzahl der Gottesdienstbesucher werden die Kirchen nicht fassen können wegen der Hygienekonzepte. Beide Gemeinden werden daher zeitgleich in Dahle auf dem Schulhof und in Evingsen auf dem Schützenplatz am Heiligabend um 17 Uhr einen Gottesdienst feiern. Weitere Gottesdienste werden am ersten und zweiten Weihnachtstag in den Kirchen angeboten. Die „Generalprobe“ soll sozusagen am 29. November um 10 Uhr, dem 1. Advent, mit dem CVJM-Posaunenchor und Pfarrer Uwe Krause auf dem Schützenplatz in Evingsen sein.

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