Das Pfarrhaus ist zu retten

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Ralf Ziomkowski zeigt, dass auch an den Treppen, die zur Kirche führen, Handlungsbedarf besteht.

Altena - Die evangelische Kirchengemeinde Rahmede sieht jetzt etwas klarer, was mit ihrem Gemeindehaus Am Stockey in Altroggenrahmede ist. „Nicht so schlimm wie erwartet“ seien die Schäden, die maßgeblich – aber nicht nur – durch unsoliden Baugrund verursacht wurden, sagten gestern übereinstimmend Kirchmeister Ralf Ziomkowski und der Bauingenieur Holger Selve.

Christopher Herche, Fachmann für Holz- und Balkenschutz, hat in den vergangenen Tagen in der Küche Hammer und Meißel geschwungen und die Umgebung jenes Fensters freigelegt, dessen Laibung außen die schlimmsten Risse ausweist. Entferne man die Balken, die dort als Stütze dienen, „dann fällt das wohl runter“, meint Selve. Von innen sieht man aber auch, dass die äußere Laibung eher zur Zierde dient und dass die Statik des Gebäudes durch einen innen gemauerten Sturz aus Ziegelsteinen gewährleistet ist.

Maueranker, die die Deckenbalken mit dem Mauerwerk verbinden, hätten sich gelockert, damit hätten die Außenmauern nicht mehr den erforderlichen Halt, meint Selve. Er sieht mehrere Möglichkeiten, wie das Problem gelöst werden kann – kommende Woche soll darüber mit einem Statiker und der Denkmalpflege diskutiert werden.

Verschiedene Möglichkeiten gibt es auch zur Sicherung des Baugrundes. Wie berichtet, steht das Gemeindehaus instabil, weil sich unter dem Gebäude Lehm befindet, der sich (abhängig vom Feuchtigkeitsgrad) zusammenzieht oder ausdehnt und so dazu führt, dass sich das Gebäude bewegt. Das sei im Grunde normal, im Fall des Gemeindehauses aber zu ausgeprägt, meint Ralf Ziomkowski. Es gebe Techniken, das einzudämmen. Dazu gehören zum Beispiel Betoninjektionen. Auch darüber soll kommende Woche gesprochen werden. Es gehe auch um die Kostenfrage und die Frage der Finanzierung, meint der Kirchmeister.

Die kleine Gemeinde muss ohnehin viel Geld in die Unterhaltung ihrer Immobilien stecken. Die Kirche steht zwar fest, verlangt aber auch immer wieder nach Reparaturen. Beispiel Außentreppe: Deren Stufen müssen gerichtet werden und Begrenzungsmauern neu verputzt werden – der Auftrag ist raus, die Arbeiten werden 6000 Euro kosten. Zwei vermutlich aus den 50er Jahren stammende Leuchten im Außenbereich sollen in diesem Zuge ebenfalls ersetzt werden. Auch die im Innenraum des Gotteshauses seien in absehbarer Zeit fällig, meint Ziomkowski. Vorrang hatten allerdings die bereits abgeschlossene Sanierung der Orgel und die Optimierung der Lautsprecheranlage, für die eine Fachfirma aus Köln gesorgt hat. Auch der Einbruchschutz der Kirche wurde deutlich verbessert.

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