Pfarrerin Vokkert verabschiedet - Gemeinde Altena zehn Jahre lang geprägt

Dr. Martina Espelöer, Dr. Dietmar Kehlbreier und Merle Vokkert (v.l.)

Altena – „Ich finde es total blöd, dass Du gehst“ – spontaner Applaus in der Lutherkirche zeigte, dass Thorsten Brinkmeier mit dieser Aussage ins Schwarze getroffen hatte. Der Pfarrer der evangelischen Gemeinde Rahmede war einer von vielen Rednern bei der Verabschiedung von Pfarrerin Merle Vokkert.

Verständnis dafür, dass es sie in die Nähe ihres Mannes Dr. Dieter Kehlbreier zieht, aber auch Trauer darüber, dass ein wertvoller Mensch Altena verlässt – das zog sich wie ein roter Faden durch die Grußworte.

Fröhlich, immer ein Lied auf den Lippen, zupackend – lauter Attribute, die der scheidenden Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde Altena am Samstagnachmittag immer wieder bescheinigt wurden. „Du hast diese Kirchengemeinde geprägt mit einer Theologie der Menschlichkeit und der Zuwendung“ – mehr Lob von der Chefin geht wahrscheinlich kaum, wenn man Pfarrerin ist. Martina Espelöer, die Superintendentin des Kirchenkreises Iserlohn, erinnerte sich im Gottesdienst auch an eine Begegnung, die sie besonders beeindruckt hat: Eine Tagung im Gemeindezentrum Mühlendorf musste unterbrochen werden, weil eine Kindergartengruppe an den hohen Fenstern vorbeikam. „Die Kleinen entdeckten ihre Pfarrerin und mussten unbedingt zu Merle“, sagte Espelöer. Auch Inge Harneid, die Leiterin der beiden Kindergärten der Gemeinde, lobte Vokkerts guten Zugang zu Kindern und dankte unter Tränen für die religiösen Impulse, die Vokkert den Kindern, aber auch den Erzieherinnen gegeben habe.

Die in Altena auch dank Merle Vokkert und ihrem Ehemann Dr. Dieter Kehlbreier gelebte Ökumene lobte der katholische Pfarrer Ulrich Schmalenbach. „Vielleicht können wir in Zukunft noch mehr gemeinsam wagen“, sagte er. „Wir lassen Dich ungern gehen“, meinte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, der das gute Miteinander auch bei schwierigen Fragen wie der weiteren Nutzung der ehemaligen reformierten Kirche lobte.

Der Abschiedsgottesdienst war ein sehr musikalischer, es wirkten die beiden Kantoreien der Gemeinde sowie das Gesangsquartett Mesudeste mit – es besteht aus Susanne Schültke, Detlev und Stefan Haack und Merle Vokkert). Instrumentalisten waren Johannes Köstlin (Orgel), Dr. Tabea Esch (Geige) und Frank Düppenbecker (Trompete).

Vokkert geht nach Haltern, weil ihr Ehemann seit einigen Jahren in Recklinghausen arbeitet. Ihre neue Gemeinde ist ihre Heimatgemeinde. Da zu arbeiten, wo man herkomme, das sei „doppelt so schwer, aber dreimal so intensiv“, wusste aus eigener Erfahrung der Bürgermeister.

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