Kirchengemeinde Altena verkleinert Friedhofsflächen

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Friedhelm Wolff plant die evangelischen Friedhofsflächen in der Stadt um.

ALTENA - Die beiden evangelisch-lutherischen Friedhöfe im Mühlendorf werden deutlich verkleinert. Gestern ist eine entsprechende Nutzungsbeschränkung auch offiziell in Kraft getreten, wie Friedhelm Wolff, zuständiger Fachbereichsleiter der Friedhofsverwaltung, sagt.

So gibt die Gemeinde zehn Felder auf dem neuen Friedhof auf, was einer Verkleinerung der Gesamtfläche um etwa ein Fünftel entspricht. Auf dem unteren, also dem alten Friedhof im Mühlendorf, fallen künftig neun Felder weg. Und damit wird diese Fläche um rund 60 Prozent gegenüber dem heutigen Stand verringert.

Friedhelm Wolff, bei der Evangelischen Gemeinde für Friedhofsfragen zuständiger Fachbereichsleiter, nennt als wesentlichen Grund die weiter steigenden Unterhaltskosten. Er stellt aber auch fest: „Diese Nutzungbeschränkungen bedeuten nicht, dass wir bestehendes Recht beschneiden.“ Konkret meint er damit, dass die nächsten Angehörigen der selben Generation noch hier bestattet werden dürfen, und das neue Konzept erst in etwas „30 bis 60 Jahren greift. Wir müssen eben in diesen Zeitfenstern denken“, so der Fachmann.

Er hat wieder und wieder gerechnet und ist zu dem Schluss gekommen, „dass wir zur Zeit mit nur einem Friedhof auskommen würden. Und dann ist sogar noch ausreichend Platz im Mühlendorf vorhanden, wenn jemand eine neue Ruhestätte erwerben möchte“, schiebt Wolff nach. Die stillgelegten Flächen sollen nach und nach in so genannte Wiesengräber umgewandelt werden.

Ausschlaggebend für diesen neuen Weg sei die finanzielle Situation der Friedhofskasse, sagte Wolff. Zudem habe sich gegenüber den Vorjahren die Bestattungskultur massiv verändert. „Wir kamen nicht umhin, die lutherischen Friedhöfe Friedhofstraße und Iserlohner Straße hinsichtlich der Friedhofsgestaltung, Grabgestaltung, Belegungsart und genutzter Fläche umgehend neu zu definieren.“

Gern ist Wolff bereit, bei aufkommenden Fragen persönlich Rede und Antwort zu stehen. Ihm ist noch einmal wichtig festzustellen, dass die Kirche keine bestehenden Rechte aushebeln oder Altenaer bevormunden will. „Aber die Aufgabe der Grabfelder ist alternativlos, die Kosten der laufenden Unterhaltung laufen uns davon“, sagt der Fachmann.

Bekannt gemacht wurden die neuen Nutzungsbeschränkungen durch öffentlichen Aushang im Kasten vor der Lutherkirche und im Internet. Wolff nennt aber auch den 17. September als ein Datum, weitere Unklarheiten auszuräumen. Dann lädt die Evangelische Kirchengemeinde von 14 bis 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung über die Friedhöfe und alle damit zusammenhängen Fragen ein. Vertreter des Presbyteriums stellen sich dann gern allen auftauchenden Fragen, um sie zu beantworten.

Fragen? Tel. 02352/28 99

vonJohannes Bonnekoh

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