Kirche macht Strom

Spendenübergabe für die Solaranlage

ALTENA ▪ Geschafft! Die Evangelische Kirchengemeinde Altena hat das Geld für die Solaranlage auf dem Dach des Gemeindezentrums im Mühlendorf zusammen. Am Donnerstag beginnt eine Fachfirma aus Bochum mit der Montage.

26 Fotovoltaik-Elemente werden installiert, sie haben eine Gesamtleistung von 6,5 Kilowatt – „genug, um dieses Gebäude mit Strom zu versorgen“, freute sich Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier heute. Einige tausend Euro pro Jahr bezahlt die Kirche bisher für die Stromversorgung alleine dieses Gebäudes.

Ganz wesentlich zur Finanzierung der Anlage beigetragen hat die Gemeindespende, um die die Protestanten einmal im Jahr bitten. 240 Gemeindeglieder folgten im Advent dem Aufruf, 7500 Euro kamen zusammen. Jetzt gab es noch Nachschlag. Der evangelische Abendkreis übergab einen Scheck über 500 Euro. Das war über die Jahre mühsam verdientes Geld: Der Abendkreis gehört zu den Organisationen, die für die Bewirtung in der Burg Holtzbrinck sorgen. Am Mittwoch hatte Christel Knaup dort Dienst – „wir haben in drei Stunden gerade ‘mal 9,70 Euro eingenommen“.

Insgesamt kostet die Anlage 18 000 Euro – ein Zuschuss aus dem Öko-Fonds des Kirchenkreises sichert die Realisierung. Um weitere Fördermittel wollen sich Kirchbaumeisterin Karin Thomas und Peter Krey, der sich um die Finanzen der Gemeinde kümmert, noch kümmern.

Die Solaranlage sei von doppeltem Nutzen, sagte Kehlbreier beim Pressetermin. Zum einen diene sie natürlich dem Umweltschutz – Strom aus der Sonne sei schließlich ökologisch besonders vorteilhaft. Zum anderen sorgen die mit der Anschaffung verbundenen Einsparungen dafür, dass der Gemeinde mehr Geld für ihre eigentlichen Aufgaben zur Verfügung steht. Auch deshalb danke er allen, die sich an der Gemeindespende beteiligt hätten, sagte der Pfarrer.

Die Gemeinde hat sich übrigens für Elemente aus deutscher Produktion entschieden, die Steuerung kommt sogar von Kostal in Lüdenscheid. Spätestens in 20 Jahren habe sich die Investition rentiert, berichtete Peter Krey.

Von Thomas Bender

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