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Mit einer Ape: Kirche fährt bei den Leuten vorbei

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Von: Michael Koll

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Noch ist die Ape der Pfarrei St. Matthäus beim ersten Infotreffen in Altena nur per Beamer im Hintergrund zu sehen. Ende März oder Anfang April soll das umgebaute Gefährt aber nach Altena geliefert werden.
Noch ist die Ape der Pfarrei St. Matthäus beim ersten Infotreffen in Altena nur per Beamer im Hintergrund zu sehen. Ende März oder Anfang April soll das umgebaute Gefährt aber nach Altena geliefert werden. © Koll

„Es ist ein Zeichen der Zeit“, sagte die Pfarrbeauftragte Sandra Schnell beim Infotreffen im Pfarrsaal der St.-Matthäus-Gemeinde in Altena, „wenn Kirche sich zu den Leuten aufmacht.“ Sie schob hinterher: „Und das ist gut so.“

Altena – Auf den Weg machen soll sich die katholische Pfarrei, zu der auch Dahle und Nachrodt-Wiblingwerde gehören, mit einem Zweisitzer, der bis zu 25 km/h schnell fahren kann – eine sogenannte Ape.

Das Fahrzeug ist bereits bestellt und wird im Raum Berlin derzeit nach Wünschen der Pfarrei umgebaut. Der aufklappbare Kastenwagen wird am Ende ein mobiles Café beinhalten. Zur Ausstattung werden Schubkästen mit Kaffeegeschirr und Waffeleisen ebenso gehören, wie eine fest verschraubte Kaffeemaschine, die auch Tee und Kakao produzieren kann, sowie ein Kühlschrank, eine Spüle mit Wasseranschluss, ein Durchlauferhitzer, LED-Leuchten im Dach und Magnettafeln, etwa für Preislisten. Strom erhält das Café bei seinen Einsätzen dann von extern.

Bei einem ersten Ape-Vorgespräch in dieser Woche sollte nun das Erscheinungsbild und der Name für das fahrbare Café gefunden werden. Zunächst aber saß die Pfarrbeauftragte mit dem Pastoralassistenten Jan-Hendrik Ilk beinahe allein im Pfarrsaal. Schlussendlich berieten sie zu sechst über das „kommunikative Gefährt“, wie Schnell den Kleintransporter nannte.

Die Ideenfindung funktionierte jedoch auch im überschaubaren Teilnehmerkreis bestens und so stand schließlich fest: Das Fahrzeug wird in der katholischen Pfarrei unter dem Namen „Ape rollt“ unterwegs sein und durch seine „quietschgrüne“ Lackierung weithin sichtbar auffallen.

„Die Ape soll keine Erlöse erzielen, sondern ein kostenloses Angebot sein“, unterstrich Schnell. Das vom Sozialfonds des Bistums Essen geförderte Fahrzeug sei eine Idee, die aufkam, um der noch unter den Flutfolgen leidenden Bevölkerung Abwechslung im grauen Alltag zu bieten. Pastoralassistent Ilk betonte jedoch sogleich, „dass es auch darüber hinaus vielseitig einsetzbar ist“.

So könne es genutzt werden, um etwa Menschen in Nachrodt-Wiblingwerde die fehlende Gastronomie zu ersetzen, warf eine Teilnehmerin des Planungstreffens ein, die aus der Nachbargemeinde angereist war, um diese Idee vorzutragen. „Ich habe auch im Familien- und Freundeskreis bereits einige Mitstreiter gefunden, die gerne in der Ape Waffeln backen würden, um unseren Senioren somit einen Treffpunkt zum Klönen bieten zu können.“ Und auch wenn das Ape-Angebot grundsätzlich kostenfrei bleiben soll, könnten bei solchen Café-Treffen gleichwohl Spendendosen aufgestellt werden, befanden die Anwesenden.

Eine weitere Idee wurde sogleich von einer anderen Teilnehmerin ins Spiel gebracht: „Beim Schützenfest in Altena gibt es doch immer wieder Ecken und Orte, an denen die Menschen zusammenkommen und auf den nächsten Programmhöhepunkt warten. Da käme solch ein mobiles Café doch sicherlich wie gerufen.“

Ende März beziehungsweise Anfang April soll die bestellte Ape fertig umgebaut sein und in Altena eintreffen.

Termin

Ein nächstes Vorbereitungstreffen wurde terminiert für Mittwoch, 8. März. Dann treffen sich die Interessierten wieder im Gemeindehaus an der Lindenstraße 41. Beginn soll um 19.30 Uhr sein.

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