„Auf einmal“ und die Folgen

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Dreharbeiten in der unteren Lennestraße: Die Kamera auf dem Schlitten hat hier Hauptdarsteller Sebastian Hülk (mit schwarzer Krawatte) im Visier. 35 Tage lang wurde für „Auf einmal“ in der Burgstadt und der unmittelbaren Umgebung gedreht.

Altena -  Die letzte Klappe für den Kinofilm „Auf einmal“ ist am Sonntag in Berlin gefallen. Zwei Tage noch wurde in der Hauptstadt für das Drama mit Sebastian Hülk und Julia Jentsch gedreht.

Der Löwenanteil der Dreharbeiten aber fand in der Burgstadt statt – 35 Tage waren hier und in der unmittelbaren Umgebung angesetzt – und noch zwei bei Siedlinghausen im Hochsauerland. Dort spielt eine Szene an oder auf einem Kratersee, der durch einen Stollen zu erreichen ist. Hier leistete das THW dem Filmteam Unterstützung. „Die Szene wird mitten im Film zu sehen sein“, verrät Produzent Fabian Massah. „Da brauchten wir eine Landschaft von rauerem Charakter.“ Nachdem die letzte Szene für „Auf einmal“ im Kasten war, gab es ein Abschlussfest, wie es in der Filmbranche üblich ist – es wurde mit 50 Personen gegessen, getrunken und getanzt. „Da ist man froh, weil einem eine Last von den Schultern fällt und ein wichtiger Teil des Projektes abgeschlossen ist. Schließlich gibt es während der Dreharbeiten immer viele Unwägbarkeiten“, sagt der Produzent.

An Altena, das übrigens „auch im Film als Altena erzählt wird“, hat der Berliner gute Erinnerungen. „Wir sind mit der Erfahrung sehr glücklich“, schildert Massah seine Eindrücke und die des Teams. Bürger und Behörden hätten sich dem Projekt gegenüber sehr offen gezeigt, ihm sei der Zugang zu vielen Drehorten ermöglicht worden. Selbst das Amtszimmer des Bürgermeisters konnte die Filmcrew einmal anmieten.

Jetzt geht es daran, die Drehorte abzuwickeln. An der Lennestraße waren am Donnerstag Möbelpacker dabei, „Karstens“ Filmwohnung auszuräumen, das Produktionsbüro im Generationentreff am Knerling wird ebenfalls zurückgegeben.

In Berlin beginnt in diesen Tagen die sogenannte Postproduktion: Bild und Ton werden geschnitten und gemischt, hier und da sind Farben zu korrigieren. Dabei werde sehr auf Details geachtet – und das kostet Zeit. Mindestens ein halbes Jahr, eher aber neun Monate werde das dauern, erwartet Massah.

Dann sucht er ein möglichst interessantes Festival für die Weltpremiere – erst dann folgt der Kinostart in Deutschland. Massah verspricht, dass es auf jeden Fall auch eine Premiere in Altena geben wird. Dabei denkt er auch laut über die Lenneuferpromenade nach – hier müsse man sich aber natürlich „nach den Möglichkeiten richten.“

Von Thomas Keim

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