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„Versehentlich“ Kinderpornos runtergeladen: 64-Jähriger verurteilt

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Von: Thomas Krumm

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Das Gericht verurteilte den 64-jährigen aus Altena zu einer Geldstrafe. © Peter Steffen/dpa

Bei einem 64-jährigen Mann aus Altena fand die Polizei am 7. November 2018 neben vielen Erwachsenen-Pornografie aber auch Spuren von Fotos von Kindern und minderjährigen Jugendlichen.

Altena – Runterladen – abspeichern: Heutzutage ist es nichts Besonderes mehr, wenn jemand mehr als 30.000 pornografische Bilder auf seinen Datenträgern gespeichert hat. Die Profis machten Löschungen rückgängig und zeigten den Sammler an, der sich nun im Amtsgericht Altena dafür verantworten musste. Die 30.000 Bilder waren schnell erklärt: Der Angeklagte habe eine „Pornosammelleidenschaft“, erklärte sein Verteidiger – „eine Pornosucht – schon fast pathologisch“.

Die Kinder- und Jugendbilder seien hingegen eher verunfallt auf den Speichermedien gewesen – „ein ärgerlicher Zufall“: „Er hat keine kinderpornografischen Gelüste.“ Der 64-Jährige hatte Glück, dass seine Tat in eine Zeit vor einer Strafrechtsreform fiel: Seit 2021 liegt die Mindeststrafe für den Besitz eines einzigen kinderpornografischen Bildes bei einem Jahr.

„Versehentlich“ Kinderpornos runtergeladen: 64-Jähriger verurteilt

Der Altenaer kam hingegen noch mit einer Geldstrafe davon: 90 Tagessätze zu je 30 Euro summierten sich auf 2700 Euro. Sein Geständnis ersparte allen Prozessbeteiligten die mühsame und den allermeisten Menschen unangenehme Arbeit, sich die Bilder im Rahmen der Beweisaufnahme anschauen zu müssen.

Ein 20-jähriger Mann aus Nachrodt warf der Polizei auf Türkisch einen Kommentar zu. Doch eine Beamtin übersetze, sodass der Mann zur Kasse gebeten wurde.

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