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Über die Feiertage: Kindernotfalldienst extrem gefragt

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Von: Christos Christogeros

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Der KVWL-Kindernotdienst sollte zwischen den Feiertagen Kinderärzte und Kinderärztinnen entlasten – mit Erfolg: 7500 Patienten seien während der eigens eingerichteten Sprechstunde behandelt worden.
Der KVWL-Kindernotdienst sollte zwischen den Feiertagen Kinderärzte und Kinderärztinnen entlasten – mit Erfolg: 7500 Patienten seien während der eigens eingerichteten Sprechstunde behandelt worden. © ARCHIV

Die Kinderarztpraxen werden derzeit überlaufen – so sehr, dass manche Ärzte an ihre Grenzen gelangen.

Altena – Davon berichtete auch der Plettenberger Kinder- und Jugendarzt Michael Achenbach, der auch Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- Jugendärzte (BVKJ) ist. Aufgrund dieses gegenwärtig stark erhöhten Patientenaufkommens hatte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) vorübergehend die Kapazitäten im kinderärztlichen Notfalldienst ausgeweitet – zu Recht, wie die Zahlen zeigen, seien doch rund 50 Prozent mehr Anfragen verzeichnet worden als im Vorjahr.

Allein an den Weihnachtstagen seien in den temporären Entlastungspraxen mehr als 1000 Patienten behandelt worden. Damit seien an den drei Weihnachtsfeiertagen 7500 Patienten behandelt worden, 50 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Thomas Müller, Vorstand KVWL, zieht eine erste Bilanz: „Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass dieses Zusatzangebot ein großer Erfolg ist. Unser herzlicher Dank geht an die niedergelassen Ärzte sowie an die Praxisteams, die in diesen herausfordernden Zeiten zusätzlich unterstützen. Sie tragen damit ganz erheblich dazu bei, dass die Situation in den überfüllten Kinderkliniken nicht noch dramatischer wird.“

Die KVWL hatte vor den Feiertagen die Kapazitäten im kinderärztlichen Notfalldienst deutlich erhöht. 65 Haus- und Kinderarztpraxen hatten sich dazu freiwillig bereit erklärt, ab Heiligabend die Notfall-Versorgung zu unterstützen. Das Entlastungsangebot läuft zunächst noch bis Mitte Januar.

„Wir haben uns im Vorfeld sehr gut aufgestellt, jeder Patient wird versorgt. Nach Abschluss des Entlastungsangebots Mitte Januar werden wir eine dezidiertere Bilanz ziehen können“, so Thomas Müller.  

Informationen

Welche Praxen sich zusätzlich am Kinder-Notfalldienst bis Mitte Januar beteiligen, finden Interessierte auf der Internetseite der KVWL. Patienten sollten vor dem Praxisbesuch anrufen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Infos unter: www.kvwl.de/erweiterter_kindernotfalldienst

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