CDU-Landtagsexperten besuchen den Dahler Kindergarten

Landtagsexperten im Kindergarten

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Die Kita Dahle bekam Besuch aus dem Landtag NRW mit den Abgeordneten Kern, Schick und Tenhumberg. Mit ihm Bild Kita-Leiterin Gitta Brozio, Pastor Krause und hinten rechts Ortsvorsteher Roder.

Altena - Der Schriftzug „Unterwegs für NRW“ prangte unübersehbar an einem weißen VW Bulli vor der Kita. Die CDU-Landespolitiker Bernhard Tenhumberg MdL und Walter Kern MdL besuchten am Montag auf Einladung von Thorsten Schick MdL den Kindergarten Dahle. Ihr Anliegen: „Das Aufspüren von praxisorientierten Hinweisen“.

Bewusst habe man eine Einrichtung mit „ländlich, dörflichen Strukturen in einer Kleinstadt angefahren“, sagte das Politiker-Duo, ohne es wertend zu meinen. „Mit Liebe zum Detail machen wir uns seit vielen Jahren ein Bild von verschiedenen Orten im Land, um die Situation von Erzieherinnen, Eltern, ganz besonders aber den Kindern, zu verbessern“, sagte Tenhumberg.

Borzios Wunsch aus einer Einrichtung, die sechs Erzieherinnen hat und zurzeit 44 Kinder von zwei Jahren bis zur Einschulung betreut: „Wir wünschen uns eine größere Wertschätzung für unsere Arbeit. Hier wird mehr getan als gemalt und Kaffee getrunken.“ Dann ging es ans Eingemachte. Etwa am Beispiel der vorgeschriebenen Anmeldefrist für Kinder. Die Eltern eines am 28. Dezember 2014 geborenen Kindes müssen bereits heute verbindlich festlegen, welche Kindergartenzeiten sie ab August 2016 in Anspruch nehmen möchten. Ganz egal, wie dann die persönliche oder berufliche Situation in der Familie ist. Das Wort schwierig treffe nicht einmal ansatzweise diese Vorschrift, hieß es.

Tenhumberg und Kern lobten die „landesweit festzustellende hohe Motivation der im Erzieher-Beruf tätigen Frauen und Männer“. Und: „Kitas brauchen Zeit. Kinder Zuwendung, Eltern ebenfalls Zeit und Hilfe.“ Beide berichteten von neuen Kommissionen, die das Land eingesetzt habe, und in denen jetzt beide mitarbeiten. Noch immer werde vielerorts maßgeblich der Fokus auf die schulische Bildung gelegt. Tenhumberg, Kern und Schick: „Wir gehen heute von einer Drittelung aus: Elternhaus, Kitas und dann erst Schule. Wir nehmen mit nach Düsseldorf, dass es nicht hinnehmbar ist, dass allüberall beispielsweise die Leitungen stillschweigend und wie selbstverständlich als Notnagel eingesetzt werden, wenn jemand erkrankt oder ausfällt. Und dann erst die unsäglichen Vorschriften der ständigen Dokumentationen und die zu geringe Kinderpauschale.“ Tenhumberg: „Diese Zuweisung reicht nicht mehr.“

Der Staat, in diesem Falle das Land, habe die Pflicht und Aufgabe, „die Arbeit am Kinder als familienhafte Bildung besser zu stabilisieren.“

Ausführlicher Bericht in der AK-Ausgabe von Dienstag, 20. Januar 2015

von Johannes Bonnekoh

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