Geburtenzahl steigt

Kinderbetreuung: Nächstes Jahr werden Plätze knapp

"Regenbogen"-Kindergarten
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Kinderbetreuung (Symbolbild).

Altena - Unter 100 Geburten pro Jahr sollte es auf Dauer in Altena geben, prophezeiten vor Jahren schon Fachleute. Diese Erwartung hat sich bislang nicht bewahrheitet. Zwischen 144 und 163 Kinder pro Jahrgang gibt es seit 2015, Tendenz steigend. Kindergartenplätze werden daher bald knapp.

Die Kindergartenbedarfsplanung ist und bleibt ein schwieriges Geschäft: Die Gesellschaft wird immer mobiler, die Zahl der Geburten schwankt – unter 100 pro Jahr würden es auf Dauer in Altena sein, prophezeiten vor Jahren schon Fachleute.

Altenas Eltern strafen sie Lügen: Zwischen 144 und 163 Kinder pro Jahrgang gibt es seit 2015. Auch das laufende Jahr fing gut an: Schon 23 Geburten in den ersten sieben Wochen. Aktuell stehen in Altenas Kindergärten 464 Plätze zur Verfügung.

In einzelnen Einrichtungen gebe es Wartelisten, erklärte Agnes Goniwiecha (Abteilungsleiterin Jugend und Soziales) den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses. Die Eltern seien angeschrieben und auf ihren Rechtsanspruch hingewiesen worden, erklärte Goniwiechas Kollegin Anke Nawenberg. Das Ergebnis sei gewesen, dass die meisten abwarten wollen, bis in ihrem Wunschkindergarten ein Platz frei wird.

Für das im August beginnende Kindergartenjahr 2020/21 reicht die Zahl der vorhandenen Plätze nach den Berechnungen der Verwaltung aus. Allerdings verteilen sie sich etwas ungünstig über das Stadtgebiet. 166 Plätze im Bereich Innenstadt sind zu wenig, weil es dort Bedarf für 175 Kinder gibt.

Im Kindergartenjahr 2021/22 dürften es sogar über 190 werden. Dafür gibt es in Dahle/Evingsen (152 Plätze) einen Überhang. Entspannt ist die Situation auch in der Rahmede, wo in den Kindergärten am Breitenhagen und am Drescheider Berg sowie in Altroggenrahmede 140 Plätze zur Verfügung stehen. Nächstes Jahr wird es allerdings eng: „Dann fehlt uns wenigstens eine Gruppe“, sagte Goniwiecha.

Sie setzt darauf, dass eine geplante Erweiterung des Kindergartens am Drescheider Berg bis dahin umgesetzt ist. Ein in Dahle geplanter Anbau werde sich womöglich nicht bis zum Sommer 2021 realisieren lassen, erklärte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (CDU).

Das Landesjugendamt habe jedoch signalisiert, dass eine Ausnahmegenehmigung, die schon jetzt die Betreuung von 52 Kindern ermöglicht, entsprechend verlängert werden kann.

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