498 Kinder werden Altenas Kindergärten besuchen

ALTENA - 498 Kinder werden 2010/2011 Altenas Kindergärten besuchen. Von Thomas Bender

Deren Bestand sei damit gesichert, sagte gestern Wolfgang Friess, kann aber für die Jahre danach keine Entwarnung geben. Dann entwickeln sich die Kinderzahlen „erschreckend“, weiß der zuständige Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung nach einer ersten Sichtung der Daten für die fällige Fortschreibung des Kindergartenbedarfsplans.

Im Moment hilft der planmäßige Ausbau der so genannten U 3-Betreuung den Einrichtungen über die Runden. 57 Kinder unter drei Jahren werden ab Sommer in den Kindergärten betreut, damit sind alle dafür zur Verfügung stehenden Plätze belegt. Er gehe davon aus, dass nicht alle Eltern zum Zuge gekommen seien, sagte Friess gestern auf Anfrage, sieht darin aber kein Problem: Wenn ein U 3-Kind keinen Kindergartenplatz bekomme, stünden Tageseltern zur Verfügung – schließlich habe das Jugendamt dieses Angebot aus gutem Grund ausgebaut.

Neben den 57 U 3-Kindern werden ab Sommer 426 „Regelkinder“ zwischen drei und sechs Jahren die Kindergärten besuchen. Hinzu kommen 15 Kinder mit Behinderungen, für die den Trägern wegen des größeren Betreuungsaufwandes höhere Pauschalen gezahlt werden. Den 498 Kindern im kommenden Kindergartenjahr stehen 526 gegenüber, die zur Zeit eine der Einrichtungen besuchen – einen kleinen Rückgang wird es also geben.

Nachdem im Januar in den Einrichtungen die Anmeldung der Kinder abgeschlossen war, haben Friess und seine Mitarbeiter gerechnet. Ergebnis: Im Schnitt kostet die Betreuung rund 5800 Euro pro Kind und Jahr, die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,9 Mio. Euro. Davon zahlt die Stadt etwa die Hälfte, gut eine Million Euro kommt vom Land. Außerdem kalkuliert Friess mit Elternbeiträgen in Höhe von 400 000 Euro – das wären 13 Prozent der Gesamtkosten. Das Land geht von 19 Prozent aus – zumindest in Altena sei das aber unrealistisch, meint der Fachbereichsleiter.

Für das Jugendamt beginnt jetzt schon die Vorbereitung für das Kindergartenjahr 2011/2012 – die entsprechenden Daten werden im Kindergartenbedarfsplan zusammengefasst, über dessen Entwurf Friess in den nächsten Wochen zunächst mit den Trägern sprechen will. Nach der Osterpause sollen sich dann die politischen Gremien damit beschäftigen. Noch könne er nicht sagen, welche Konsequenzen aus den weiter sinkenden Kinderzahlen zu ziehen seien, versicherte Friess gestern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare