Schüler der Grundschule Breitenhagen lernen jetzt mit eigener Miniphänomenta

Physik erleben und erforschen

Die Drittklässler sind startklar für ein Experiment zum Rollverhalten der Murmeln auf der aus Holz gefertigten Bahn. Foto: Köller

Altena -   Die Grundschüler am Breitenhagen haben jetzt Gelegenheit, einfache physikalische Zusammenhänge spielerisch zu erkennen und zu begreifen. Ihre eigene Miniphänomenta mit sieben Exponaten lieferte am Freitag, 20. Februar, die Tischlerei Jeromin und Bäumer. Die Murmelbahn, die die Kinder als erstes ausprobierten, fand großen Anklang.

Weitere Stationen wurden im Schulgebäude verteilt: ein Wärmeexperiment mit Kupferplatte sowie ein Versuchsaufbau, an dem die Grundschüler das Phänomen Spiegelung erforschen können. Um dem Sinn einer Phänomenta gerecht zu werden, sind die Ausstellungsstücke darauf ausgelegt, dass die kleinen, neugierigen Physiker alles anfassen und ausprobieren. Unter Anleitung der Lehrer werden sie in den kommenden Tagen auch Sand durch die Schwingungen von Musik aus einem Lautsprecher in Bewegung setzen und Holzklötze auf Stäben balancieren. Schulleiter Jörg Schlüter erklärt, wie die Erkenntnisse anschließend genutzt werden: „Die Kinder füllen während der Versuche Beobachtungsbögen aus. Im Sachunterricht werden die dann besprochen und aufgearbeitet. Es geht uns darum, physikalische Gesetze möglichst früh zu vermitteln.“ Das Vorhaben gibt es schon eine ganze Weile. Über bald drei Jahre hinweg setzten sich Schulleitung, Lehrer und Eltern unter Federführung des Fördervereins der Grundschule dafür ein, dass das Projekt realisiert wird.

Probeweise hatte man sich zunächst eine vergleichbare Miniphänomenta ausgeliehen und festgestellt, dass die Schüler durch die Experimente intensiv lernen. Markus Pflüger, zum Projektstart Vorsitzender des Fördervereins, und Sabine Schmoll-Folz, derzeitige Vorsitzende, fassen zusammen, wie es weiterging. Bei der Nordmetall-Stiftung, die die Initiative Miniphänomenta ins Leben gerufen hat, absolvierten die Lehrerinnen Susanne Brinker und Ina Wälter vorschriftsgemäß eine zweitägige Fortbildung. Sie bauten selbst eine Experimentierstation und bekamen die Baupläne für alle weiteren Stationen mit nach Altena.

Von der Stiftung ist eigentlich vorgesehen, dass Eltern die Stationen selbst bauen. „Da hatten wir aber nicht genug Resonanz und vielleicht auch nicht das nötige Fachwissen“, sagt Pflüger.

Deshalb hat der Förderverein 1300 Euro aus dem Erlös eines Sponsorenlaufs genommen und die Arbeiten bei Jeromin und Bäumer in Auftrag gegeben. Schmoll-Folz: „Die Tischlerei hat uns die Exponate zum Selbstkostenpreis gebaut und das Projekt dadurch sehr unterstützt.“

von Kristina Köller

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