Mozart schuf einen Gassenhauer

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Paulina Frebel ist die Papagena, der Papageno wird am Sonntag in St. Matthäus von Philipp Bürger gespielt und gesungen. ▪

ALTENA ▪ „Das klinget so herrlich, das klinget so schön“: Eben noch waren die Wachen des weisen Herrschers Sarastro zwei fremden Eindringlingen auf den Fersen. Nun halten sie inne. Sie lauschen den Klängen von Papagenos Zauberglöckchen und fangen wie gebannt an zu tanzen. Die Geschichte, in der solches passiert, ist die „Die Zauberflöte“.

Am nächsten Sonntag werden der Sandwichchor St. Matthäus und die Maxi-Chöre der Gemeinschaftsgrundschule Dahle-Evingsen sie auf die Bühne bringen. Sie präsentieren das Stück in einer Bearbeitung für Kinder- und Jugendchor und Klavier zu vier Händen. In den Hauptrollen singen und spielen: Jonathan Lehmkuhl (Prinz Tamino), Miriam Bürger (Prinzessin Pamina), Philipp Bürger (Papageno), Paulina Frebel (Papagena) und Alexander Hollstein (Sarastro). Außerdem wirken mit: Drei Damen, Drei Knaben, Monostatos, Wachen, Diener und viele bunte Vögel, die Tamino mit den Klängen seiner Zauberflöte anlockt. Am Klavier spielen Werner Schröder und Stefan Lehmkuhl. Die Leitung hat Maike Lehmkuhl.

Als Wolfgang Amadeus Mozarts Oper im September 1791 uraufgeführt wurde, ahnte noch keiner, wie erfolgreich sie werden würde. Der Jubel des Wiener Publikums steigerte sich von Aufführung zu Aufführung: Allein in Wien ging die Zauberflöte innerhalb weniger Monate mehr als hundertmal über die Bühne. Es folgten Aufführungen in anderen Städten, in anderen Ländern. „… und keiner will sich sagen lassen, er hätte die Zauberflöte nicht gesehen. So ein Spektakel hat es hier in Frankfurt noch nicht gegeben!“ schrieb die Mutter Goethes an ihren Sohn.

Aber man hörte Mozarts Musik nicht nur in den Opernhäusern. Papagenos Lieder wurden von den Leuten auf der Straße gepfiffen. Sie erklangen von Spieluhren und auf dem Leierkasten, ja sogar auf Karussellorgeln! Heute ist Mozarts Zaubermärchen vom Kampf zwischen Licht und Finsternis, zu dem der Theaterdirektor, Schauspieler und Textdichter Emanuel Schikaneder das Libretto schrieb, die bekannteste Oper überhaupt.

Sonntag, 11. November, 17 Uhr, St. Matthäuskirche

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