Kinder-Betreuung zu besseren Zeiten

ALTENA - Um 7 Uhr morgens an der Werkbank stehen? Bis 20 Uhr im Aldi an der Kasse sitzen? Das kann längst nicht jede Mutter, weil solche Arbeitszeiten mit den Öffnungszeiten der Kindergärten kollidieren. Da geht‘s meist erst um 7.30 Uhr los, spätestens um 17 Uhr ist Schluss.

Wolfgang Friess, der bei der Stadt für alle Fragen rund um das Thema Kindergärten die Verantwortung trägt, berichtete gestern auf Anfrage von ersten Gesprächen darüber, wie das Problem zu lösen sei. Mit im Boot seien die Johanniter, die sich dafür interessieren, im Innenstadtbereich eine Art „Ergänzungsbetreuung“ aufzubauen. Das könne beispielsweise so aussehen, dass Eltern ihre Kinder schon deutlich vor 7.30 Uhr bei einer zentralen Betreuungsstelle abgeben und sie dann dort beschäftigt würden, bis ihr eigentlicher Kindergarten aufmacht und sie dorthin gebracht werden.

„Die zentrale Frage ist, ob es dafür überhaupt einen Bedarf gibt“, meint Friess. Sicher: Er könnte eine Umfrage unter den Eltern von Kindergartenkindern machen – „aber damit haben wir nicht die besten Erfahrungen gemacht“. Mehrfach schon seien bei solchen Umfragen massiv Dinge gefordert worden, die dann anschließend kaum nachgefragt worden seien.

Vielleicht agieren die Beteiligten ja nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“: „Ohne jetzt etwas versprechen zu wollen“ deutete Friess an, dass eine solche Betreuungsgruppe schon mit dem Beginn des kommenden Kindergartenjahres ihren Betrieb aufnehmen könnte – einfach um zu schauen, ob es dafür einen Markt gibt.

von Thomas Bender

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