Kenntnisse weitergeben und helfen

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Renate Rothenberg. ▪

ALTENA ▪ Das Flugticket hat Renate Rothenberg schon in der Tasche. Am Montag besteigt sie den Flieger; ihr Ziel heißt Rumänien. Die Lehrerin im Vorruhestand wird dort in der Stadt Bajamare für drei Wochen durch den „Senioren Experten Service“ in der Weiterbildung für Lehrer eingesetzt.

Erfahrungen im Auslandsdienst hat die 62-jährige Altenaerin bereits während ihrer beruflichen Tätigkeit gesammelt. Für vier Jahre war sie in Ägypten, ab 1991 für drei Jahre in Rumänien. Das war direkt nach dem Sturz des Ceausescu-Regimes. Die Folgen der Diktatur waren noch überall spürbar. „Man ging nicht einkaufen, man ging etwas finden“, erinnert sich Renate Rothenberg.

Sie freut sich darauf, 20 Jahre später herauszufinden, wie sich das Land verändert hat. Die Aufgabe der Altenaerin besteht im „Teachers Training“, der Lehrerweiterbildung also, in einer Einrichtung namens „Children’s Protection“. Mehr als 700 Mitarbeiter kümmern sich hier um die Belange von Kindern mit verschiedensten Behinderungen.

Renate Rothenberg war als Sonderschul-Lehrerin in Altena, aber auch in Werdohl und Lüdenscheid. Zum Schritt in die Frühverrentung entschloss sie sich nach einer schweren Erkrankung. Nach der Phase der Genesung aber wollte sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten weiterhin im Sinne anderer einsetzen. Über eine Rechereche im Internet stieß die 62-Jährige dann auf den „Senioren Experten Service“ in Bonn und schickte ihre Bewerbung dort hin. Nicht allzu lange Zeit darauf wartete der erste Einsatz auf die Altenaerin. Er führte sie 2009 nach Kasachstan. Da konnte sie nur mit Dollmetscher arbeiten.

In Rumänien wird das nach Rothenbergs Erfahrungen nicht nötig sein. „Mit Deutsch und Englisch kommt man da schon weiter“, meint die sympathische Frau. Notfalls könne man auch ein paar Sätze Italienisch verwenden.

Über ihre Mission meint sie: „Ich bin zufrieden, wenn sich die Leute am Ende freuen, dass ich da war.“ ▪ Von Thomas Keim

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