Keine roten Fahnen mehr zum 1. Mai in Altena

ALTENA - Kundgebungen zum 1. Mai gehören in den Städten des Lennetals offenbar der Vergangenheit an. Der Trend gehe zu größeren und damit attraktiveren Angeboten, bei denen auch die Familie auf ihre Kosten kommt, meint dazu der DGB-Regionalvorsitzende Michael Hermund.

Eine Viertelstunde lang eine Mairede zu hören und dabei ein Bier zu trinken, das reiche offenbar nicht mehr aus, um Menschen zur Teilnahme zu bewegen. „Die Leute möchten ein attraktives Programm“, so Hermund. Dafür nähmen sie dann auch kleine Wege in Kauf. Wer mit dem DGB den Mai einläuten möchte, wird sich deshalb am Sonntag in Lüdenscheid einfinden. Dort erwartet Hermund ab 11 Uhr zur Demonstration am Kreishaus sowie zur anschließenden Kundgebung mit Kinder- und Familienfest 1000 Besucher.

Die letzte Maikundgebung alter Schule hatte es im Jahr 2008 gegeben. Zuvor hatte es der DGB zweimal mit einem Fußballturnier am Pragpaul versucht, der Erfolg blieb aber bescheiden. Dazu Hermund: „Es war nicht mehr zu erwarten, dass sich das wieder nach oben entwickelt. Die kleinteiligen Veranstaltungen haben zu wenig Ausstrahlung.“ Da setze man lieber auf eine großes Ereignis in der Kreisstadt. Dort sprechen der 1. Bevollmächtige Bernd Schildknecht, Verdi-Vorsitzender Josef Filippek, Sven Schumann vom IGM-Ortsjugendausschuss und Bürgermeister Dieter Dzewas.

Ganz ohne Politik wird man den Maitänzen in der Burgstadt auskommen: Da laden die Schützen der Kompanie Kelleramt in die Grundschule Knerling ein (Kinderprogramm ab 15 Uhr, Erwachsene ab 18 Uhr). Mit der Pee-Wee-Bluesgang kann man ab 20 Uhr im Café zur Burg in den Mai feiern, und der StR Altena lädt ab 13 Uhr zur Saisoneröffnung auf die Tennisanlage am Breitenhagen ein. Auch dort wird anschließend in den Mai getanzt.

Mit der vom Schützenfest bekannten Band „Radspitz“ können die Altenaer ab 20 Uhr im Haus Lennestein den Frühling willkommen heißen. Radspitz spielt an diesem Abend „unplugged“ also ohne Verstärkeranlage.

von Thomas Keim

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