Keine Politiker an Altenas Laternen

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Mehr Wahlwerbung muss nicht sein: Seit Jahrzehnten wird in Altena ausschließlich auf den städtischen Plakattafeln für Politik geworben.

Altena - Vier Wochen vor der Landtagswahl leidet das Stadtbild mancher Nachbarkommune ganz erheblich: In Hemer, Iserlohn und Lüdenscheid zum Beispiel plakatieren die Parteien, was das Zeug hält.

Man findet mancherorts kaum eine Laterne, an der nicht das Bild irgendeines Kandidaten hängt. In Altena ist das anders. Seit über 20 Jahren besteht unter den Parteien vor Ort Einigkeit darüber, dass exzessives Plakatieren vor Wahlen nicht sein muss. 

Plakate gibt es deshalb einzig und allein an den offiziellen Plakattafeln, die der Bauhof vor allen Wahlen an verschiedenen Stellen des Stadtgebiets aufstellt. Hinzukommen können allenfalls noch Großplakate auf kommerziellen Plakattafeln, auf die die Parteien vor Ort aber keinen Einfluss haben: „Die werden über die Landespartei gebucht“, erklärt SPD-Kandidat Michael Scheffler, dem die Altenaer Regelung gut gefällt.

Einhaltung der Vor-Ort-Absprache

Wie auch sein Konkurrent Thorsten Schick (CDU) ist er zwiegespalten, was den Effekt massiver Wahlwerbung angeht: „Es gibt sicher auch Leute, die mögen das nicht“. Die Verwaltung sorgt dafür, dass die Vor-Ort-Absprache auch von den Parteien eingehalten wird, die in Altena überhaupt nicht vertreten sind. 

Üblich sei, dass die sich rechtzeitig vor einer Wahl bei der Stadt melden, erklärte gestern der stellvertretende Verwaltungschef Stefan Kemper. Dann teile man ihnen mit, dass Wahlwerbung außerhalb der Plakattafeln eine „Sondernutzung“ sei, der die Stadt grundsätzlich nicht zustimme.

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