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Burg Altena: Licht wird ausgeschaltet - aber nicht als Folge der Energiekrise

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Von: Thomas Bender

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Videoprojektion Burg Altena
Auf solch‘ prächtig Bilder muss dieses Jahr verzichtet werden: Die GlanzLichter fallen aus. © Sensen Märkischer Kreis

Der Kölner Dom wird nicht mehr die ganze Nacht lang angestrahlt, im Ruhrgebiet wird die Illumination von Fördergerüsten abgeschaltet – Reaktionen auf den Ukraine-Krieg und die dadurch ausgelöste Energiekrise. Dass auch an der Burg Altena demnächst das Licht ausbleibt und auch das beliebte GlanzLicht in diesem Jahr ausfallen wird, hat allerdings ganz andere Gründe.

Altena – Noch in diesem Jahr soll damit begonnen werden, eine neue und energiesparende LED-Beleuchtung zu installieren. Das dafür erforderliche Lichtkonzept wird von einem Lichtstudio entwickelt, das Land bezuschusst die Maßnahme.

Komplett neue Burgbeleuchtung

„Bis zur Realisierung des Projekts ist noch die rund 20 Jahre alte Technik mit Halogenlampen in Betrieb“, teilt Kreispressesprecherin Ursula Erkens auf Anfrage mit. Allerdings seien einige der Lampen defekt und die Steuerungstechnik in die Jahre gekommen. Die Folge: Im Moment wird nur ein Teil der Außenbeleuchtung abends eingeschaltet und morgens um 7 Uhr wieder ausgeschaltet.

Die Arbeiten für das neue Licht an der Burg beginnen voraussichtlich im September, dann wird auch die jetzige Beleuchtung außer Betrieb gesetzt. Weil die Erneuerung der Burgbeleuchtung bis ins nächste Jahr dauern wird, muss die GlanzLicht-Aktion in diesem Winter ausfallen. Licht gibt’s nur in den Burghöfen. „Da sie auch außerhalb der Tageslichtzeiten geöffnet sind, ist insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherheit ein Mindestmaß an Beleuchtung zu gewährleisten“, schreibt der Kreis. Dies gelte auch für die durchgehend geöffneten Wege rund um die Burg.

Strombedarf ist unbekannt

Wie viel Strom die Beleuchtung verbraucht, wird nicht nachgehalten. Die Technik der projektierten neuen Außenbeleuchtung werde auf jeden Fall wesentlich energieeffizienter, da sie ausschließlich LED-Lampen verwende, versichert der Kreis.

Energiesparen beim Kreis ein wichtiges Thema

„Für das Thema Energiesparen ist der Märkische Kreis seit Jahren sensibilisiert“, betont Erkens. Im Rahmen eines Energie-Contractings habe der der Kreis 2020/21 rund 4,5 Millionen investiert und unter anderem 8 900 Leuchten ausgetauscht, sechs neue Blockheizkraftwerke installiert, fünf neue Brennwerthermen errichtet, Heizungsleitungen gedämmt, Lüftungsanlagen modernisiert und sechs neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 395 Kilowattstunden aufgestellt.

Erkens weiter: „Aufgrund der sich zuspitzenden Energiekrise werden auch in der Kreisverwaltung derzeit weitere Energieeinsparpotenziale in den Liegenschaften diskutiert. Über die Ergebnisse wird zu gegebener Zeit die Politik zu entscheiden haben“.

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