Krischer verabschiedet / Neuer Ortsvorsteher Rahmede

Rat bleibt bescheiden: Kein Zusatzgeld für Ausschuss-Vorsitzende

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Jens-Peter Fischer wurde als Ortsvorsteher Rahmede vom Bürgermeister verabschiedet.

Altena - Die Ratsmitglieder der Stadt bleiben weiterhin bescheiden. Obwohl rechtlich möglich und durch einen erst Montag, 13. Februar,  noch modifizierten Erlass erlaubt, verzichten die Ausschuss-Vorsitzenden auf eine zusätzliche Aufwandsentschädigung.

Man könne in Zeiten knapper Kassen und innerhalb des Haushaltssicherungsgesetzes nicht dem Bürger (Beispiel Grundsteuer) viel abverlangen, und sein eigenes kommunalpolitisches Ehrenamt noch zusätzlich versilbern.

Uwe Scholz kritisiert das Land

Das sagte Uwe Scholz, CDU-Fraktionschef im Rat. Dabei bedankte er sich ausdrücklich bei allen Ratskollegen, fraktionsübergreifend, die das genau so sehen. Scholz kritisierte, es gebe seiner Ansicht nach in der Gesetzesvorlage durch das Land schwere handwerkliche Fehler. Denn die Tätigkeit von Ausschuss-Vorsitzenden im ländlichen Raum sei in keiner Weise mit Großstädten vergleichbar, ohne das er die immense Arbeit abwerten wolle.

Immense Arbeit

Zumindest für die Zeit der Haushaltssicherungsmaßnahmen greift jetzt diese Regelung. Der Regelstundensatz für Ratsmitglieder, den die Politiker dann beantragen können, wenn sie während ihrer Arbeitszeit tätig werden, stieg auf Mindestlohn-Niveau und beträgt jetzt 8,84 Euro/ Stunde. Einstimmig votierte der Rat gestern für den CDU-Politiker Andreas Kern als neuen Ortsvorsteher der Rahmede.

Jens-Peter Fischer, Uwe Scholz und Andres Kern. v.l.

Er folgt Jens-Peter Fischer, der das Amt zwei Jahre ausübte und aus Gesundheitsgründen niederlegen musste. Ihm dankte unter dem Beifall des Rates Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein in herzlichen Worten. „Kümmere dich bitte weiter um die Rahmede. Behalte schöne Erinnerungen an deine Zeit als Ortsvorsteher von 2014 bis 2016 und vor allen Dingen: Bleib’ gesund!“, führte er aus.

In bewegten Worten verabschiedete Montag, 13. Feburar,  vor dem Rat Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein seinen langjährigen Abteilungsleiter Uwe Krischer. „Sie hatten bei uns eine Schlüsselfunktion inne.“ Krischer wechselt in eine neue Leitungsfunktion zum Märkischen Kreis.

Uwe Krischer - Abteilungsleiter Soziales im Rathaus - wurde von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (rechts verabschiedet.

„Wir haben mehr als 17 Jahren zusammengearbeitet – und noch viele weitere Jahre zuvor, als ich im Ehrenamt im Rat saß. Ich finde es sehr, sehr schade, dass sie gehen. Allerdings verstehe ich die Entscheidung auch“, sagte der Verwaltungschef unter dem Beifall des Rates. Als Geschenk gab es ein Buch von Peter Prange und eine Kiste Wein. 

Gemeinsam mit Krischer habe er persönlich „am großen Rad gedreht“, sagte Hollstein in Anspielung auf die Zuständigkeiten von Krischer in Sachen Tourismus und Rosmart-Vermarktung. In den vergangenen Jahren stand Krischer dem Fachbereich Soziales vor. Eines seiner Steckenpferde war da unter anderem die Förderung der Kindertagespflege am Ort, die er mit viel Herzblut anging. „Alles Gute, Gesundheit und vergessen Sie Altena nicht", gab ihm Hollstein mit auf den Weg. 

Uwe Krischer selbst bleibt übergangsweise als einer der Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft Rosmart vorläufig in Amt und Würden.

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